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0781 China : vol.2
China : vol.2 / Page 781 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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westen bis über den alten Lauf des Gelben Flusses hinaus sich erstreckende Terrasse
bezeichnet zu sein scheint.

Am südlichen und westlichen Rand der Grossen Ebene ist mir nichts
von vulcanischen Bildungen bekannt. Dass sie indess an letzterem nicht ganz
fehlen, schliesse ich aus ihrem sporadischen Vorkommen an Bruchlinien, die sich
von dem Westrand des Bruchbeckens abzweigen. Dahin gehört das basische Gestein
von sehr jugendlichem Alter, welches ich bei Tai-ngan im nördlichen Hönan
beobachtete¹), und der Basalt, welchen Abbé David nordwestlich von diesem Ort
und etwas östlich von Ling-pau-hsien (südlich vom Hwang-hö) fand²). Sollte sich
am Westrand ein grösserer Schauplatz der vulcanischen Thätigkeit befunden haben,
so werden sich wegen der wahrscheinlich sehr mächtigen Bedeckung mit Schwemm-
land immerhin nur zerstreute Spuren davon beobachten lassen.

Vom Nordrand liegen mehrere Beobachtungen vor. Entlang meinem Reise-
weg folgen den Vulcanen im Thal des Liau gegen Westen zunächst einige an der
Strasse nur in geringer Ausdehnung sichtbare Gruppen, in denen Phonolith, Basalt
und Dolerit theils massig auftreten, theils die Bestandtheile von geschichteten Con-
glomeraten und Tuffsandsteinen bilden³). Einen regelmässigen, oben abgeflachten
Kegel, der 450 Fuss hoch und vielleicht ein Vulcan ist, sah ich nur aus einiger
Ferne. Da diese Südabfälle des Gebirgslandes gegen das Innere Gelbe Meer der
Schauplatz mächtiger Porphyrausbrüche gewesen sind, so macht es die Thatsache
des Vorkommens vulcanischer Gesteine nicht unwahrscheinlich, dass dieselben den
Linien der älteren Eruptivgesteine, wie es so häufig der Fall ist, in grosserer Aus-
dehnung gefolgt sind.

Dort wo der Nordrand und der Westrand zusammentreffen, kommen wir zu
dem Vulcanischen Herd in der Bucht von Peking. Dem früher Gesag-
ten⁴) kann ich neue Thatsachen nicht hinzufügen.

Vulcanische Erscheinungen an den Grenzen der Mongolei. — Im
Gegensatz zu der Grossen Ebene, wo Schwemmland den grössten Theil der Masse
der vulcanischen Gesteine verbirgt und sie mit wenigen Ausnahmen nur dort
erkennen lässt, wo die Kuppen über das Flachland emporragen, sind dieselben im
nördlichen Tshili und in der Mongolei völlig frei gelegt. Wir haben hier einen
durch petrographische Mannigfaltigkeit der Ausbruchsproducte ausgezeichneten, aber
räumlich beschränkten Herd bei Kalgau und eine hinsichtlich des Gesteinscharakters
einförmige, aber weit ausgebreitete Decke von Dolerit in der Mongolei, ausserdem
nur noch eine aus Anschwemmungen aufragende Doleritkuppe im Becken von Ta-
tung-fu, kennen gelernt⁵). Jene in ihrer Mächtigkeit nicht bestimmbare Decke
erstreckt sich ungefähr vom 112ten bis zum 115ten Längengrad. Bildet sie auch
in Folge dieser weiten Ausbreitung ein sehr hervorragendes, orographisch und land-