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0782 China : vol.2
China : vol.2 / Page 782 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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schaftlich bestimmendes Element, und mögen sich ihr auch im Osten noch manche
andere vulcanisch besetzte Districte anschliessen, so erhalten wir doch keinen An-
halt zur Vergleichung der Intensität der Ausbruchsthätigkeit in diesen Gebieten und
denen der Grossen Ebene. Hier werden, wenn einmal eine vollständige geologische
Karte vorliegen wird, die vulcanischen Gesteine sehr wenig hervortreten, während
sie dort breite Flächen ausschliesslich einnehmen werden. Aber es ist nicht unwahr-
scheinlich, dass die Eruptionen in dem Bereich der Grossen Ebene viel intensiver
gewesen sind, als auf jenen Hochflächen. Hoch aufragende Vulcane fehlen in beiden
Gebieten. Doch ist in der Niederung die Zahl der Kegel gross, und die basaltischen
Tafelberge von Shantung und den Miau-tau-Inseln sind nur die Fragmente einer
Decke, welche sich einst über grosse Areale ausgedehnt hat. Aehnliche Decken
von noch viel grösserer Ausdehnung mögen in dem Schwemmland der Ebene ver-
borgen sein. Es deuten darauf zum Beispiel die Lavaströme, welche sich vom
Fang-shan radial unter dieses hinabziehen.
Zur Bestimmung des Zeitalters der vulcanischen Thätigkeit fehlt es in beiden
Gegenden noch an jeglichem sicheren Anhalt. Ich werde unten einige Thatsachen
anführen, welche den Beweis geben, dass die Bildung einzelner gut erhaltener Kegel
älter ist als die Periode, in welcher sich die letzten 350 Fuss des Schwemmlandes
im südöstlichen Theil der Grossen Ebene ablagerten. An einer anderen Stelle
fanden wir basaltische Rapilli in dem obersten Theil derselben Sedimente¹). Diese
aber tragen allenthalben eine Lössdecke, und an einem Ort, bei Tai-ngan im Hönan,
beobachteten wir eine vulcanische Decke dem Löss aufgelagert²). Ebenso machten
es einige Argumente wahrscheinlich, dass die Dolerite am Südrand der Mongolei
auf mächtig entwickelten Steppengebilden, d. i. Löss, gelagert sind, während sie
andererseits eine Decke derselben Bodenart tragen.
Wir werden diese auf das Alter bezüglichen Thatsachen im nächsten Abschnitt
mit anderen zusammenstellen, welche eine relative Aneinanderreihung gewisser
Entwickelungsphasen gestatten.

II. UMGESTALTUNG DES NÖRDLICHEN CHINA DURCH VON AUSSEN
WIRKENDE AGENTIEN SEIT DER POSTCARBONISCHEN
FESTLANDSBILDUNG.

In den drei vorhergehenden Abschnitten haben wir solche seit der Festlands-
periode des nördlichen China geschehene Veränderungen betrachtet, welche sich
theils in tektonischen Bewegungen, theils in Gesteinsausbrüchen manifestirten, also
ihren Grund in den im Inneren der Erdrinde wirkenden Kräften haben. So bedeu-
tend sie sind, erscheinen sie doch als kurzdauernde und räumlich beschränkte Episoden,
wenn wir daneben die in den Kraftwirkungen der Atmosphäre, des in den Boden
eindringenden und des fliessenden Wassers beruhenden Factoren untersuchen und
unseren Blick auf die durch sie hervorgebrachten fortdauernden Umgestaltungen der