National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Table of Contents -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
Citation Information
OCR Text
rath in ihrer nördlichen Verbreitung ein weites Eingreifen des Meeres über Sibi-
rien. Andere Daten fehlen; aber die angeführten beziehen sich auf weit von
einander entfernte Theile geologisch fast unbekannter Länder und machen es wahr-
scheinlich, dass sowohl das Eingreifen des Meeres als die Bedeckung mit Süss-
wasser in weit grösserem Umfang stattfanden, als es sich heute noch nachweisen lässt.
Die genannten Sedimente des nördlichen China geben den Beweis, dass diese
Periode von langer Dauer und durch ausserordentlich bedeutende Erosion ausge-
zeichnet gewesen ist. Keine spätere Zeit hat Spuren einer gleich ausgedehnten
Thätigkeit des fliessenden Wassers hinterlassen. Wir dürfen daher auch annehmen,
dass das feuchte Klima eine allgemeine dichte Vegetationsbedeckung und eine tief-
greifende Verwitterung der Gesteine zur Folge hatte.
Aus dem Zeitalter der Kreide kennen wir, stets abgesehen von Japan, keine
naher gelegenen marinen Ablagerungen, als diejenigen im Tarym-Becken, deren
grössere Ausdehnung über Central-Asien wir wahrscheinlich zu machen suchten ¹).
Die von ihnen eingeschlossene Fauna erweist die Ausbreitung des Cenomanmeeres
über diese Gegenden. In der Tertiärzeit scheint es dieselben verlassen zu haben.
Im Allgemeinen lässt sich folgern, dass, seitdem das nördliche China als Fest-
land dem Continent angefügt worden ist, die Factoren eines trockenen Klima's
constant vorhanden gewesen sind, während diejenigen, welche die feuchten Nieder-
schläge zu vermehren geeignet waren, periodisch eintraten. Könnten wir die seit
jenem Ereigniss verflossene Zeitperiode in einzelne gleich lange Abschnitte theilen,
so würde sich daher wahrscheinlich die Mehrzahl derselben durch ein trockenes,
continentales, zur Bildung abflussloser Becken, Sandverwehung, Lössanhäufung und
Salzansammlung geeignetes Klima auszeichnen. Dazwischen würden wir andere
Perioden finden, in welchen nahe gelegene Meere und von ihnen kommende feuchte
Luftströmungen das Klima milderten, eine ausgedehnte Erosion gestatteten und eine
reichere Vegetationsbedeckung ermöglichten.
Wechsel klimatischer Einwirkungen. — Während wir bei dem vor-
hergehenden Gang der Betrachtung aus den unserer Kenntniss zugänglichen Ursachen
auf deren Wirkungen schlossen, können wir auch einen anderen Weg einschlagen,
indem wir von den erkennbaren Wirkungen ausgehen und daraus die ihnen zu Grunde
liegenden Zustände ableiten. Ich habe bei einer früheren Gelegenheit darzuthun
gesucht, dass die Flüsse des nördlichen China ihre Betten längst gegraben hatten, ehe
diejenige Steppenperiode anfing, welcher der jetzt bestehende Löss seine Bildung
verdankt. Als sie dann bei dem Eintritt des heutigen Klima's von unten nach oben
zu wachsen begannen, das abflusslose Land wieder abfliessend machten, sich tief
in die Steppengebilde eingruben und das Steppenland in ein Lössland verwandelten,
suchten sie ihre früheren Betten wieder auf, und dabei mag, in Folge neu hinzu-
gekommener tektonischer Veränderungen, manche Abweichung von den alten Linien
stattgefunden haben. Aber als allgemeines, sicheres Resultat können wir es fest-
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
14
.
.
.
.
|
.
.
.
.
24
.
.
.
.
|
.
.
.
.
34
.
.
.
.
|
.
.
.
.
44
.
.
.
.
|
.
.
.
.
54
.
.
.
.
|
.
.
.
.
64
.
.
.
.
|
.
.
.
.
74
.
.
.
.
|
.
.
.
.
85
.
.
.
.
|
.
.
.
.
95
.
.
.
.
|
.
.
.
.
105
.
.
.
.
|
.
.
.
.
115
.
.
.
.
|
.
.
.
.
125
.
.
.
.
|
.
.
.
.
135
.
.
.
.
|
.
.
.
.
146
.
.
.
.
|
.
.
.
.
156
.
.
.
.
|
.
.
.
.
166
.
.
.
.
|
.
.
.
.
176
.
.
.
.
|
.
.
.
.
186
.
.
.
.
|
.
.
.
.
196
.
.
.
.
|
.
.
.
.
207
.
.
.
.
|
.
.
.
.
217
.
.
.
.
|
.
.
.
.
227
.
.
.
.
|
.
.
.
.
237
.
.
.
.
|
.
.
.
.
247
.
.
.
.
|
.
.
.
.
257
.
.
.
.
|
.
.
.
.
267
.
.
.
.
|
.
.
.
.
277
.
.
.
.
|
.
.
.
.
287
.
.
.
.
|
.
.
.
.
297
.
.
.
.
|
.
.
.
.
307
.
.
.
.
|
.
.
.
.
317
.
.
.
.
|
.
.
.
.
327
.
.
.
.
|
.
.
.
.
337
.
.
.
.
|
.
.
.
.
348
.
.
.
.
|
.
.
.
.
358
.
.
.
.
|
.
.
.
.
368
.
.
.
.
|
.
.
.
.
378
.
.
.
.
|
.
.
.
.
388
.
.
.
.
|
.
.
.
.
398
.
.
.
.
|
.
.
.
.
408
.
.
.
.
|
.
.
.
.
418
.
.
.
.
|
.
.
.
.
429
.
.
.
.
|
.
.
.
.
439
.
.
.
.
|
.
.
.
.
449
.
.
.
.
|
.
.
.
.
459
.
.
.
.
|
.
.
.
.
469
.
.
.
.
|
.
.
.
.
479
.
.
.
.
|
.
.
.
.
489
.
.
.
.
|
.
.
.
.
499
.
.
.
.
|
.
.
.
.
509
.
.
.
.
|
.
.
.
.
519
.
.
.
.
|
.
.
.
.
529
.
.
.
.
|
.
.
.
.
539
.
.
.
.
|
.
.
.
.
550
.
.
.
.
|
.
.
.
.
560
.
.
.
.
|
.
.
.
.
570
.
.
.
.
|
.
.
.
.
581
.
.
.
.
|
.
.
.
.
591
.
.
.
.
|
.
.
.
.
601
.
.
.
.
|
.
.
.
.
611
.
.
.
.
|
.
.
.
.
622
.
.
.
.
|
.
.
.
.
632
.
.
.
.
|
.
.
.
.
642
.
.
.
.
|
.
.
.
.
652
.
.
.
.
|
.
.
.
.
662
.
.
.
.
|
.
.
.
.
672
.
.
.
.
|
.
.
.
.
682
.
.
.
.
|
.
.
.
.
692
.
.
.
.
|
.
.
.
.
702
.
.
.
.
|
.
.
.
.
712
.
.
.
.
|
.
.
.
.
722
.
.
.
.
|
.
.
.
.
732
.
.
.
.
|
.
.
.
.
742
.
.
.
.
|
.
.
.
.
752
.
.
.
.
|
.
.
.
.
762
.
.
.
.
|
.
.
.
.
772
.
.
.
.
|
.
.
.
.
782
.
784
785
786
787
788
.
.
.
792
.
.
.
.
|
.
.
.
.
803
.
.
.
.
|
.
.
.
.
813
.
.
.
.
|
.
.
.
.
823
.
.
.
.
|
.
.
.
.
834
.
.
.
.
|
.
.
846
Copyright (C) 2003-2019
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.