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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0793 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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Stande waren, lässt sich, wenn auch grossentheils nur theoretisch, die Zusammen-
setzung des Schwemmlandes ableiten.
Einer bestimmten Periode vermochten wir die grossartigen Verwerfungen, denen
das weitausgedehnte Becken seine Entstehung verdankt, nicht zuzuweisen. Die
Bewegungen, welche dazu führten, scheinen schon in der Zeit der postcarbonischen
Festlandsbildung begonnen zu haben, und dann entweder überall, oder wenigstens
an einigen Stellen, in der Epoche der jurassischen Porphyrausbrüche fortgeschritten
zu sein. Ob sie in dieser Zeit oder etwas später vollendet wurden, oder ob noch
eine letzte Ausgestaltung im Beginn der vulcanischen Periode eintrat, liess sich
nicht feststellen. Was aber hinsichtlich der Zeitverhältnisse das Richtige auch sein
möge, jedenfalls werden wir in der Reihenfolge der Ausfüllungen dieselben drei
Schlussperioden unterscheiden können, zu denen uns die Betrachtung der klima-
tischen Zustände und ihrer Einwirkung auf die Oberfläche führte:
1) Der Periode der Erosion des Gebirgslandes entspricht eine Periode
der Ausfüllung des Bruchfeldes mit Sedimenten durch flies-
sendes Wasser. Wir werden indess ein gleichzeitiges Einwirken der
brandenden Meeresswelle constatiren.
2) Die Steppenperiode ist in ihren Wirkungen durch die über die Ebene
verbreiteten Lossablagerungen ersichtlich.
3) Die Lossperiode kennzeichnet sich durch die Bildung von Canälen im
Steppenboden, die Ablagerung recenter fluviatiler Sedimente und
das Wandern der jetzigen Flussläufe.
1. Für die Erosionsperiode bildete selbstverständlich das grosse Bruchfeld die
Ablagerungsstätte aller Zerstörungsproducte, welche die Flüsse mit sich führten.
Der Gelbe Fluss wird damals sehr bedeutende Massen von Detritus aus den Gebieten
seines Mittel- und Oberlaufes fortgetragen haben; ebenso die Flüsse, welche von
dem Plateau von Shansi und von der nördlichen Gebirgsmauer herabkamen.
Unser früheres Ergebniss, dass die Feuchtigkeit des Klima's in dieser Periode
dadurch verursacht wurde, dass, in Folge der nach Osten abgestuften Versenkungen,
durch die das Bruchfeld selbst entstand, nicht nur das Hwai-Gebirge tief hinabge-
sunken war, sondern auch andere östliche Gebirgsbarriéren nicht bestanden, wird
durch den Umstand bestätigt, dass die Anwesenheit des Meeres während der
Erosionsperiode durch Spuren seiner Thätigkeit in Theilen des Einbruchsfeldes
verrathen wird. Wir werden bei der Beschreibung des südlichen China näher auf
dieselben eingehen. Hier sei nur so viel erwähnt, dass der Yangtszĕ in seinem
Unterlauf von ebenen Terrassen begleitet ist, welche eine Höhe von 50 bis 150
Fuss über dem Fluss haben und von der Ferne das Aussehen gewöhnlicher Dilu-
vialterrassen bieten; aber bei der Betrachtung der häufig entblössten Durchschnitte
ihre Zusammensetzung aus gefalteten paläozoischen Sedimentgesteinen verrathen.
Die Falten stehen oft steil und sind entlang einer Ebene völlig durchschnitten,
genau so wie wir es bei der Unterlage transgredierender Schichten mehrfach gefun-
den haben. Es sind Formen, wie marine Abrasion allein sie zu schaffen vermag.
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