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0825 China : vol.2
China : vol.2 / Page 825 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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der geologischen Aufnahme der Zone des 40ten Breitegrades in Nord-America her-
aus. Gerade wie in China, findet hier eine Zweitheilung statt, indem die archaischen
Schichtgesteine gefaltet sind, diejenigen der Sedimentformationen vom Cambrischen
bis zum Carbon hingegen transgredirend auf jenen und conform über einander
lagern, auch nachher in grossen Regionen keine Faltung erlitten haben¹). Ihre
Mächtigkeit glaubt der hervorragende Leiter der Expedition, Herr Clarence King,
auf 32000 Fuss veranschlagen zu dürfen. Die tiefsten Glieder sind nicht beobachtet
worden; aber die Thatsache der Transgression der Gesammtmasse dieser Sedimente
auf dem älteren Gebirge genügt, um zu zeigen, wie hier dieselbe Zweitheilung,
welche das charakteristische Moment in der Geologie des nördlichen China ist,
die Grundlage zum Verständniss des Gebirgsbaues bildet.
Wir haben andere Epochen der Abrasion und der Transgression in der Stein-
kohlenperiode²) und, im südlichen China, in einer späteren, nicht genau bestimm-
baren Periode³) nachgewiesen.
Fassen wir die einzelnen Phasen in der geologischen Geschichte des nörd-
lichen China in einem allgemeinen Ueberblick zusammen, so zeigt sich die mehr-
fache Wiederkehr einer bestimmt geordneten Gruppe von Vorgängen, welche ent-
weder das ganze Gebiet oder einzelne Theile desselben betrafen. In jeder Gruppe
folgen aufeinander:
1) Eine Periode tektonischer Bewegungen, durch welche vorher abgelagerte
Sedimente entweder zusammengefaltet, oder ohne Faltung, dann aber mit
vielfachen Verwerfungen, trocken gelegt werden. Häufig sind diese Bewegun-
gen von Ausbrüchen von Massengesteinen begleitet.
2) Eine daraus hervorgehende Festlandsperiode, in welcher säculare Zersetzung
durch atmosphärische Agentien und Erosion durch fliessendes Wasser, viel-
leicht auch zum Theil durch Eis, die Oberfläche umgestalten.
3) Eine Periode der Abrasion und Transgression, in welcher, in Folge positiver
Niveauveränderung zwischen Land und Meer, alles feste Gebirge über einer
gewissen, durch die vorrückende Brandungswelle gebildeten Fläche abgetragen
wird. Die vorhergegangenen Verwerfungen und Faltungen veranlassen es,
dass auf dieser Fläche verschiedenaltige Formationen in gleichem Niveau
neben einander lagern. Manche Räume werden von allen Auflagerungen
entblösst. Dafür werden aus deren Zerstörungsproducten, aus den durch
Flüsse herabgeführten Massen und aus dem kohlensauren Kalk des Meeres
neue Sedimente gebildet, welche sich transgredirend auf die Fläche lagern.
Dem dritten Vorgang folgt dann wieder der erste. In diesem Wechsel zwi-
schen Bildung und Umbildung sind Faltung und Schollenbewegung nebst Brüchen
und Verschiebungen auf der einen Seite, Abrasion und Transgression auf der