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0826 China : vol.2
China : vol.2 / Page 826 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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anderen, die grossen gestaltenden Factoren. Erosion und Verwitterung, Ablagerung
von Schwemmland durch Flüsse, äolische Aufschüttung und Umlagerung sind Agen-
tien von der höchsten Wichtigkeit für die Ausgestaltung der heutigen trockenen
Erdoberfläche, sie waren es im nördlichen China durch eine besonders lange Reihe
von Perioden und sind es in allen Festlandszeiten gewesen; aber in der Gesammt-
heit der Erscheinungen treten sie zurück, und was die Flüsse in das Meer getragen
haben, vermochte nur eine geringe Decke auf die Sedimente zu lagern, welche
sich in einzelnen Zeiten in Folge der Abrasion transgredirend auf dem Meeresgrund
niedergeschlagen hatten. Wenn wir aber fragen, was die Ursache dieses mächtig
zerstörenden Vordringens des Meeres ist, so stehen wir vor einem ungelösten
Räthsel. Wir haben es mit Vorgängen zu thun, welche, wenn wir aus der Gleich-
artigkeit der Faunen auf völlig synchronische Niederschläge schliessen dürfen, gleich-
zeitig sehr ausgedehnte Theile der Erdoberfläche betroffen haben. Als Suess in
grossen Zügen die Verbreitung der transgredirend auftretenden Cenomanstufe
zeichnete¹), wies er bereits darauf hin, dass der untere Theil der permischen For-
mation, der obere Jura, das Oligocen und die Zeitäquivalente unsrer nordischen
Blöcke sich ähnlich verhalten²). Dasselbe gilt in vielleicht noch höherem Maass
von der Cambrischen Formation, deren unterste, meist klastische Sedimente im
östlichen Asien, in Nord-America und in Theilen von Europa die Gesammtheit
der hochgradig gefalteten archaischen Formationen in so vollkommener und so
ausgedehnter Weise transgredirend überlagern, dass sie in den betreffenden Län-
dern die schärfste unter allen geologischen Grenzen bezeichnen. Eine Analogie
zeigt auch die Steinkohlenformation. Bietet schon der Kohlenkalk allenthalben
nach seiner petrographischen Beschaffenheit wie nach der von ihm eingeschlossenen
Fauna die überraschendsten Aehnlichkeiten dar, so gilt dies in noch auffallenderer
Weise von den productiven Steinkohlenischichten. Allen diesen Erscheinungen
liegen unzweifelhaft kosmische Vorgänge zu Grunde. Aber bis jetzt sind uns diese
noch ebenso verschleiert, wie die ebenfalls in kosmischen Gesetzen beruhenden
Gründe der Thatsache, dass die ganze Erdoberfläche in der Tertiärperiode der
Schauplatz der in gewissen grossen Zonen angeordneten Ausbrüche vulcanischer
Gesteine gewesen ist, während die zunächst vorhergehenden Perioden Zeiten verhält-
nissmässiger Ruhe bezeichnen. Ob auch den Abrasions- und Transgressions-Perioden
solche Ursachen zu Grunde liegen, welche mit Zuständen im Inneren der Erde und
gemeinsamen, gleichzeitigen Bewegungen der Erdrinde in Zusammenhang stehen,
oder ob nicht vielmehr neben den entschieden vor sich gehenden Hebungen und
Senkungen des Bodens auch periodische und allgemeine Umsetzungen des Meeres
in der von Suess angedeuteten Weise sich aus anderen unbekannten kosmischen
Ursachen ereignen, dies sind Fragen, zu deren befriedigender Lösung die Zeit
noch nicht gekommen zu sein scheint. Wir vermögen nur sinnend, und wol auch