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0827 China : vol.2
China : vol.2 / Page 827 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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ahnend, vor den grossen Problemen zu stehen, welche gewisse, zugleich mächtige
und synchronische Umgestaltungen der Erdoberfläche betreffen.

IV. UEBERSICHT DER NORDCHINESISCHEN KOHLENFELDER.

Als ich im Herbst 1868 nach China kam, war die Thatsache der Existenz von
Steinkohle in einigen Provinzen des Reiches bekannt. Eine geologische Unter-
suchung lag zwar allein über das von Pumpelly beschriebene kleine Kohlenfeld
von Tshai-tang bei Peking vor. Doch hatte der schottische Missionar Rev. Alex.
Williamson auf seinen Reisen mehrere Kohlengruben in Shantung und Liautung
selbst gesehen, und die Chinesen brachten Steinkohle zum Verkauf nach Kiu-
kiang und Han-kóu am Yangtszé, wo sie von englischen Flussdampfern benutzt
wurde. Die grossen Kohlenfelder von Shansi und Hönan waren kaum ihrer Exi-
stenz nach bekannt, diejenigen von Hunan noch nicht besucht. Obwohl Pumpelly
sich der sehr verdienstlichen Arbeit unterzogen hatte, aus chinesischen topographi-
schen Werken eine Anzahl von Orten tabellarisch zusammenzustellen, an welchen
das Auftreten von Steinkohle erwähnt wird, so liess sich doch daraus nicht der
geringste Schluss auf den Werth und die Grösse des Vorkommens an den einzelnen
Stellen ableiten.

Als einziger Anhalt zur Altersbestimmung diente damals Newberry's Bearbei-
tung der von Pumpelly mitgebrachten Pflanzenreste; auf Grund derselben wurde es
für wahrscheinlich gehalten, dass alle chinesischen Kohlenfelder von mesozoischem
Alter, und zwar wahrscheinlich triassisch seien¹), wie auch sämmtliche Kalk-
steine als devonisch galten.

Da mich bei der Wahl meiner Reisewege in China die erwähnte Liste von
Pumpelly und die mündlichen Nachrichten, welche ich über das Vorkommen von
Steinkohle erhielt, grossentheils leiteten, so lernte ich nach und nach eine Anzahl
von Kohlenbecken kennen, und es scheint, dass, abgesehen von denen der Provinz
Kansu, keines der wichtigeren von mir unbesucht geblieben ist, wenn ich mich auch
auf flüchtige Recognoscirung beschränken musste.

Von den meisten von mir gesehenen Kohlenfeldern nahm ich selbstgesam-
melte Proben mit. Sie geben selbstverständlich einen unvollkommenen Anhalt für
die Beurtheilung der Qualität der Kohle im Ganzen. Immerhin durfte ich erwarten,
dadurch einen vorläufigen Anhalt zu gewinnen. Herr Geh. Oberbergrath Hau-
checorne hatte die Zuvorkommenheit zu gestatten, dass Analysen dieser Proben in
dem chemischen Labarotorium der königlichen geologischen Landesanstalt und Berg-
akademie ausgeführt würden, und dem Director desselben Herrn Professor Dr. Finke-
ner bin ich für die bereitwillige Leitung dieser Arbeit zu Dank verpflichtet. Die
Resultate sind in der beifolgenden Tabelle zusammengestellt. Ich habe in die-