National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Act in der Gegend von Hsiüen-hwa-fu den Titel eines Kaisers von China an¹). Er
gab seiner Dynastie den Namen Ta-TSING (die Grosse Reine). Doch musste er
weitere Eroberungen aufgeben, kehrte nach dem Liau zurück und starb dort im
folgenden Jahr. Seinem Neffen²) SHUN-TSIH war es vorbehalten, den leeren Titel
des Vaters zur Wirklichkeit zu machen. China war von Rebellionen in Honan,
Hukwang und dem ganzen Westen zerrissen. Der letzte Feldherr der MING, WU-
SAN-KWEI, rief die Mantschu zu Hilfe und öffnete ihnen das Mauerthor Shan-hai-
kwon, dessen Einnahme ihnen noch nicht geglückt war. Gerade wie es einst die
Nu-tshünn gethan hatten, leisteten die Mantschu den erbetenen Dienst, besetzten
aber die Hauptstadt und erhoben den Knaben SHUN-TSIH im Jahr 1644 zum Kaiser
von China. Dies war die Thronbesteigung der gegenwärtigen Dynastie³).
Hiermit endet die Reihe der Begebenheiten, welche sich an die eigenthumliche
geographische Lage des Liau-Thales knüpfen. Das letzte Vordringen einer tun-
gusischen Heeresmacht gegen Westen war zugleich das bedeutsamste. Hatten
früher einzelne Stämme die Gewalt über ganz Central-Asien erlangt, hatten Andere
einzelne Theile von China beherrscht, oder Reiche an dessen Westgrenzen und
selbst, wie die Karakhitai, am fernen Yaxartes, gegründet, so gelang es nun den
Mantschu, in kurzer Zeit über ganz China zu gebieten, dessen Grenzen auszudeh-
nen und nach hundert Jahren die Oberhoheit über Central-Asien, Tibet und alles
Land im Nordosten bis an das japanische Meer und weit über den Amur hinaus
auszuüben. Allein wie es das grosste Reich ist, das vom Liau aus gegründet
wurde, so ist es auch das letzte gewesen, und nie wird voraussichtlich eine ähn-
liche Bewegung, wie wir so viele aus der Vergangenheit zu verzeichnen hatten,
von dort ausgehen. So segensreich das Joch der Mantschu-Kaiser für die Chinesen
im Anfang gewesen ist, haben doch Diese für die unwillkommene Fremdherrschaft
eine unfreiwillige Ausgleichungsmaassregel ausgeführt, indem sie auf friedlichem Weg
nicht nur Shöng-king, sondern die Mantscherei bis zum Amur hin erobert haben.
Als Ansiedler von den Mantschu-Kaisern selbst herbeigelockt, haben sie mit ihrer
höheren Cultur die einheimische erstickt, ihre eigene Sprache, ihre Religion und
ihre Gesetze an die Stelle der früheren gesetzt und das Land zu einem Theil von
China gemacht. Sollte einst das jetzige Herrscherhaus gezwungen werden, auf
dem Weg durch das Mauerthor Shan-hai-kwan, den es sich immer offen hält,
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