National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Nordosten auf, wo ihre Schichten von NNW nach SSO streichen und 15° WSW fallen.
Das Liegendste ist nicht sichtbar. Es folgen von unten nach oben:
1 Weisser, krystallinisch-körniger Kalkstein, deutlich geschichtet. Einige Schichten
sind von grauer Farbe, und hier und da finden sich Einschlüsse von Hornstein.
2 Thonschieferartiger Mergelschiefer.
3 Globulitischer Kalk, halbkrystallinisch.
4 Mergelschiefer und Kalkschiefer, nicht krystallinisch, mit Lingula und anderen
flachen Brachiopoden-Schalen.
5 Graue, dünngeschichtete Kalke.
6 Grünliche Knotenkalke mit talkigen Narben. In
5 und 6 findet sich eine Primordialfauna
von Trilobiten mit zahlreichen Brachiopoden.
Die petrefactenreichste Schicht ist nur 3 Fuss mächtig. Stel-
lenweise besteht sie fast ganz aus Trilobitenpanzern. Doch
finden sich Versteinerungen in dem ganzen oberen Theil der
Formation zerstreut. Da die Quarzitriffe schon zur Zeit des
Niederschlags der letzteren existirten, so dürfte dem klippigen
Charakter der Meeresuter oder Inseln das reiche Thierleben
zuzuschreiben sein.
Ich erfreute mich an diesem ausgezeichneten Fundort der
bei geologischen Reisen in Chisserst seltenen Gelegen-
heit, ungestört sammeln zu können, und nur das Gewicht der
Steine, die ich selbst fortzutragen hatte, setzte ein nothwen-
diges Ziel. Da die Grubenarbeiter eben einen Feiertag hatten,
den sie in Sai-ma-ki lärmend zubrachten, so reiste ich noch
an demselben Tage weiter; sonst hätte ich einen zweiten Ver-
such gemacht. Immerhin reicht das Material zur Formations-
bestimmung hin. Die Bearbeitung der Trilobiten durch Herrn
Dr. Dames und der allerdings sehr artenarmen Brachiopoden
durch Herrn Dr. Kayser wird in dem vierten Band dieses
Werkes erscheinen. Das geologische Niveau ist dadurch mit
Sicherheit bestimmt. Es ist ein glücklicher Umstand, dass in
petrographischer Hinsicht die Schichten so vortrefflich charak-
terisirt sind, wie keine anderen in China. Denn das globu-
litische Korn kehrt als deren eigenthümliches Merkmal
überall wieder. Nach einem berühmten Durchbruch südlich
von Ho-nan-fu in der Provinz Ho-nan, wo die Schichten aus-
gezeichnet entwickelt sind, bezeichne ich sie als die Lung-
mönn-Schichten. Unter diesem Namen wurden sie bereits
oben (S. 80) als ein Glied der Sinischen Schichtenreihe
dargestellt.
Die zweite aufgelagerte Formation besteht aus stein-
kohlenführenden Schichten von sehr erheblich jünge-
rem Alter. Das wichtigste Vorkommen ist in einem weiten
Kessel, der 3 g. M. östlich von Sai-ma-ki durch eine enge
Schlucht erreicht wird, und aus dem sich der Ping-ling-shan
800 Fuss über die Thalsohle erhebt. Sein breiter Gipfel
(s. Fig. 20), der aus Conglomeraten von Quarzgeröllen besteht,
ist nach allen Seiten mauerförmig abgebrochen und darunter
fällt das Gehänge in der Form eines Kegels sanft ab. Zunächst
unter den Conglomeraten folgen rothe Sandsteine, in deren
Liegendem das Kohlenflöz rings um den Berg ausbeisst. Es
verflächt sich dabei ein wenig nach SW, so dass die Eingänge
der Gruben am nordöstlichen Gehänge 600 Fuss, am südwest-
lichen nur 400 F. über dem Thal liegen. Auf dieser Seite
fliesst das Wasser ab, daher das Flöz trocken und der Abbau
leicht ist. Die Zahl der Gruben ist bedeutend. Nach der
beliebten Sitte der Chinesen wird das Flöz mit donlagigen
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