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0151 China : vol.2
China : vol.2 / Page 151 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000260
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obwalten, wie in Liau-tung zwischen dem alten, von Granit durchsetzten Takushan-
Quarzit und den verhärteten Sandsteinen der Westküste.

Aus diesem Gebiet im Norden von Ning-yuen ist noch zu erwähnen, dass 25 li
nördlich von dem Dorf Lin-shan, bei einem Ort Kong-sö, Steinkohle vorkommt, welche
mit Thon gemengt verbrannt wird. Die dominirenden Gipfel der Gegend sind der Ta-
Hung-lo-shan und Hsiau-Hung-lo-shan (der grosse und kleine Rothe Glocken-Berg), welche
auf der Admiralitätskarte zu 2984 Fuss (unter dem Namen Mt. Bythesea) und 2391 Fuss
angegeben sind. Es sind kühn geformte breite Bergmassen. Von dem kleineren lässt
es sich ziemlich bestimmt sagen, dass er nicht krystallinisch, sondern aus Schichtgebilden
zusammengesetzt ist.

Ning-yuèn-tshóu liegt in einem weiten fruchtbaren Thalbecken, am Ning-yuèn-hö,
einem breiten seichten Fluss mit sandigem Bett. Es ist eine Eigenthümlichkeit der
Thäler an dieser Küste, dass sich der Boden nicht von beiden Seiten nach der Mitte
senkt, und die Wasser in einem centralen Canal abgeführt werden, sondern jede Thal-
seite ihren eigenen Bach hat, und ebenes Land sich zwischen beiden Gewässern aus-
breitet. Der Liau und Hun-hö bei Mukden, die beiden Flüsse bei Kin-tshöu-fu, die-
jenigen bei Ning-yuen, und dann wieder bei Sha-hö, geben deutliche Beispiele.

Die Berge, welche das Thalbecken im Westen begrenzen, haben schroffe Formen
und lassen deutliche Schichtung mit welligen Biegungen erkennen. Auch sie scheinen
aus Sandstein zu bestehen, und diese Vermuthung erhält eine Bestätigung durch den
Baustein in Tshi-li-pu. Es sind dieselben Sandsteine wie vorher, und man erkennt
an einzelnen Stücken die thonschieferartigen Zwischenlagen.

Am Uebergang nach dem nächsten Thal sind diese Gebilde nicht vorhanden. Auf
gangreinem Granit folgen hier vulcanische Gesteine in grosser Mannigfaltigkeit. Es
sind vorherrschend Basalt, Dolerit und Phonolith, welche regelmässig geschichtete vulcanische
Sedimente in zahlreichen Gängen durchsetzen. Unter den Sedimenten gibt es Congio-
merate mit grossen gerundeten Einschlüssen, vorwaltend von olivinreichem Basalt; dann
feinere Conglomerate mit eckigen Einschlüssen von sehr verschiedenen Gesteinen, Tuff-
sandsteine von verschiedenem Korn, und rothe Sandsteine, die kaum mehr ihren vulca-
nischen Ursprung verrathen. Ich notirte NW—SO Streichen und 15° Fallen nach SW
als vorherrschend, aber es kommen viele heftige locale Störungen und Zerbrechungen
vor, besonders dort wo die Ganggesteine hintreten. Das phonolithartigen Gestein
ist von dichtem Gefüge und bräunlich grauer Farbe, klingt unter dem Hammer und
enthält seltsamer Weise Olivin. Meist hat es ein senkrechstehendes schiefiges Gefüge.
Dies ist dasselbe Gestein, welches ich vorher bei Kau-hiau beobachtet hatte.

Die vulcanischen Gesteine tragen einen Observationshügel, bilden alle gegen die
Küste gelegenen Hügel und scheinen die nahe gelegene Insel Tau-hioa-tau zusammen-
zusetzen. Bald sah ich auch ein wahres Modell eines vulcanischen Kegels, ungefähr
450 Fuss hoch, am Yen-tai-hö, 10 li nordwestlich von der Strasse.

Auch hier ist wieder ein Vorkommen von Steinkohle zu erwähnen, bei Ku-shan,
50 li nördlich von Sha-hö-so. Man sieht nur Staubkohle, die mit Thon vermengt
wird. Der Preis auf der Grube ist 250 tsièn für den kwang (Korb) von 160 kin
(M. 8.50 die Tonne), in Sha-hö-so zahlt man denselben Preis für 100 kin.

Es beginnt nun das einförmigste Granitland, das mit nur 100 bis 150 Fuss
hohen Erhebungen bis zu der Küste fortsetzt. Aber im Norden bietet sich eine wahr-
haft tantalisirende Aussicht auf die wunderlichsten Bergformen. Mit dicht aneinander-
gereihten, dünnen Zacken, die aufwärts strebenden Stalaktiten vergleichbar sind, starren
einzelne Kämme in die Höhe. Dazwischen sind andere mit hoch domförmig gewölbten
Gestalten, und ferner im Westen glaubt man die massigen Formen des Urgebirges zu
erkennen. Schon in geringer Entfernung von der Strasse beginnt die Auflagerung anderer
Gesteine, und sie wachsen schnell zu Bergen an.

Das vorherrschende Gestein dieser Gebirge lässt sich wohl erkennen. Es sind Por-
phyre. Der Niu-tshöu-hö, der Kau-örr-hö, der Läng-shui-hö und der Shi-tsö-hö
bringen fast nichts als Rollstücke dieser Gesteine in einer unglaublich grossen Varietäten-
reihe herab. Es finden sich Quarzporphyre, Porphyrite, einige Melaphyre, und selten
vereinzelte Stücke von Augitporphyr. Ein besonders bemerkenswerthes Phänomen bietet
eine Terrasse, welche sich zwischen den letztgenannten zwei Bächen ausbreitet und ganz
aus 30 bis 40 Fuss hohen Banken von Porphyrschotter besteht. Quarzporphyr mit dunkel-