National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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zaun, d. i. für eine Länge von wahrscheinlich mehr als 250 g. M., befahrbar sein.
Weniger weit reicht die Schiffbarkeit des Manukha oder Hun-hö, über deren
äusserste Grenze ich Sicheres nicht erfahren konnte. Auf dessen grossem Neben-
fluss, dem Kharkhun-muke oder Tai-tszĕ-hö, gehen, wie wir oben (S. 104) gesehen
haben, Holzflosse, mit Steinkohle beladen, nach Liau-yang herab. Hier wird die
Fracht auf Böote geladen, welche die Verbindung mit Ying-tsze herstellen.
Das Alluvialland der Ebene ist nur zum Theil fruchtbar. Abgesehen von dem
breiten salzigen Küstenstreif sind ganze Gebiete desselben durch Sand eingenommen
und wenig angebaut. Noch weniger productiv sind die Terrassen, welche beson-
ders im Nordwesten sehr breit sind. Das beste Land scheint zwischen einer Linie,
welche von Hai-tshng über Liau-yang nach Mukden zieht, und dem Liau-hö zu
liegen und sich ausserdem in die von Nordwesten her sich öffnenden Buchten hin-
ein zu erstrecken.
2. Der Gebirgsbau von Liautung. — Bei der Wanderung durch das
östliche Gebirgsland war es uns möglich, die Altersfolge der an seinem Bau theil-
nehmenden Formationen in ihren Grundzügen festzustellen¹. Um nun die Art zu
verstehen, wie dieselben zu dem Gerüst zusammengefügt sind, wird es zweckmässig
sein, sie in drei grosse Gruppen zu theilen, nämlich
1) Die Formationen des Grundgebirges No. 1—4).
2) Die darüber deckenartig ausgebreiteten Sedimente (No. 5—10) und
3) Die Gebilde der Neuzeit (No. 11, 12).
Die erste und zweite Gruppe sind scharf geschieden. Denn die mächtigen Gesteins-
reihen, welche der ersten angehören, waren nicht nur gefaltet, steil aufgerichtet
und zu einem Gebirgsskelett zusammengeschoben, als die Ablagerung der Cam-
brischen Gebilde begann, sondern ihre Oberfläche hatte auch durch grossartige und
lange fortgesetzte Denudation damals bereits eine Umgestaltung erfahren, als deren
Resultat das Grundgezimmer des Landes annähernd in derselben Gestalt aufragte,
in welcher wir es heute sehen. Dies wird durch die abnorme Auflagerung der
zweiten Reihe auf den steilen und oft senkrechten Schichtenköpfen der ersten und
die geringen Anzeichen später stattgehabter Störungen bewiesen. Ganz sind diese
allerdings nicht ausgeblieben. Sie geben sich einerseits in den sanften Neigungen
der Sinischen und Carbonischen Schichten zu erkennen, andererseits in dem Um-
stand, dass Liautung durch den Einfluss, welchen die grossen Continentalbrüche
ausgeübt haben, seine heutigen Küstenumrisse erhalten und wahrscheinlich auch
manche Modificationen in der inneren Gestaltung erfahren hat. Die Betrachtung
derselben verschiebe ich auf ein späteres Capitel. Hier nehmen wir den äusseren
Umriss als gegeben an und richten unser Augenmerk nur auf die Oberflächen-
gestaltung, wie sie durch den grossen Unterschied in der Steilaufrichtung der
älteren und der geringen Neigung der späteren Formationen hervorgebracht wird.
Diese lagerten sich auf den Unebenheiten jener ab und füllten die Buchten, sowie
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