National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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137
| Jan. | Febr. | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sept. | Oct. | Nov. | Dec. | Jahr | Anzahl der Beobachtungsjahre
Bewölkung (in
Procenten) . . | 27 | 21 | 46 | 42 | 36 | 37 | 33 | 34 | 28 | 22 | 31 | 39 | Durchschn. 33 | 1
Tage mit Nie-
derschlag . . . | 1 | 1 | 5 | 8 | 11 | 7 | 13 | 9 | 5 | 3 | 5 | 4 | Summe 72 | 2
Regenmenge in
Millim. . . . . | 1.3 | 1.5 | 0.0 | 6.4 | 95.0 | 46.7 | 213.1 | 102.1 | 33.8 | 25.4 | 8.7 | 3.1 | * 537.1 | 1
Maximum der
Temperatur . . | 2.2 | 6.9 | 13.0 | 23.3 | 26.6 | 29.4 | 32.0 | 32.2 | 26.6 | 21.4 | 15.2 | 6.9 | 32.8 | 2
Minimum der
Temperatur . . | — 22.7 | — 17.5 | — 12.0 | — 2.8 | 5.8 | 12.7 | 18.9 | 15.8 | 7.5 | — 0.8 | — 8.6 | — 19.2 | — 22.7 | 2
Differenz. . . . | 24.9 | 24.4 | 25.0 | 26.1 | 20.8 | 16.7 | 13.1 | 16.4 | 19.1 | 22.2 | 23.8 | 26.1 | 55.6 |
Mitteltemperatur | — 12.0 | — 7.5 | — 0.1 | 8.6 | 15.7 | 22.0 | 25.4 | 24.1 | 18.5 | 10.3 | 3.1 | — 7.0 | 8.43 | 2
Betrachten wir nun an der Hand dieser Zahlen den jährlichen Gang der Wit-
terung. Der Hafen von Yingtsé ist in der Regel zu Ende November von Eis
geschlossen und wird im März wieder frei. Dasselbe Schicksal haben, mit geringen
Unterschieden in der Dauer, die anderen Häfen des inneren Gelben Meeres, während
an der Südostküste von Liautung die Schifffahrt, in Folge der warmen Korea-
Strömung, das ganze Jahr hindurch offen sein soll. Klares, kaltes Wetter herrscht
im Winter vor, besonders weiter im Inneren, wo der feuchte Seewind nicht hin-
dringt. An der Küste wird durch ihn der Himmel häufig getrübt. Schnee fällt
stets nur in geringer Menge, soll aber doch zuweilen den Boden mehr als einen
Monat hindurch bedecken. Die Temperatur geht zuweilen bis — 24° herab und
bleibt manchmal durch lange Zeit unter dem Gefrierpunkt. Weiter nördlich, wo
der erwärmende Einfluss des Meeres aufhört, wird die Kälte bedeutend grösser.
Am Sungari dauert der Winter von October bis April, so dass die für die Bestellung
der Felder verfügbare Zeit dort sehr kurz ist. Für den Verkehr im Inneren sind
die Monate, in denen der Boden hart gefroren bleibt, die günstigste Jahreszeit.
Der grösste Theil der für den Export bestimmten Güter wird dann nach dem
unteren Liau gebracht. Wenn im Frühjahr der letzte Schnee schmilzt, werden die
Strassen, besonders in dem Thal des letztgenannten Flusses, aufgeweicht und sind
unfahrbar; allmälig rückt die Nordgrenze des aufgethauten Bodens, und damit die
Südgrenze des winterlichen Verkehrs, gegen Norden vor. Die Sonne hat aber
bald hinreichende Kraft, um dem Boden die Feuchtigkeit zu entziehen, und aber-
mals rückt von Süd nach Nord hinauf die Nordgrenze der auf's Neue fahrbar
werdenden Strassen, und damit des sommerlichen Verkehrs. Von März zu April
steigt die Temperatur schnell. Der von Norden kommenden continentalen Luft-
strömung begegnen im Küstengebiet die häufiger werdenden Südwestwinde, welche
zuweilen starke Bewölkung, aber geringe Niederschläge mit sich bringen. Im April
geschieht die Bestellung der Felder und die Einsaat der meisten Getreidearten.
Im Mai hatte ich in Liautung im Ganzen schönes Wetter. Gegen Ende dieses
Monats aber, als ich mich an der südöstlichen Küste befand, traten einzelne Regen-
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