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0249 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 249 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

des Granits am *Ai-shan* selbst, dessen Gipfel aus mehreren senkrecht aufragenden Säulen
und Obelisken besteht.

Wo die Strasse ihn übersetzt, hat der Granitzug eine Breite von 20 *li*. Das Gestein
ist meist verwittert; nur die zahlreichen Pegmatitgänge, von denen es durchzogen ist,
sind als feste Tafeln stehen geblieben, und Stücke von ihnen liegen zerstreut im Granit-
grus. Es folgt Glimmerschiefer, dessen Schichten von dem Granit nach SO hinweg-
fallen, und auf den wir unten (Schichtenglied 1) auf S. 219) zurückkommen. An einem
breiten sandigen Flussbett liegt das einsame Wirthshaus *Ta-hsin-tien* (das »grosse neue
Wirthshaus«), bei dem ein Formationswechsel stattfindet. Denn abermals folgt Granit,
erst stark verwittert, dann in schalig abgesonderten Kuppen von festem Gestein. Letztere
begleiten insbesondere die Strasse an der Südseite. Die zersetzen Massen bilden lange,
von Nord nach Süd gerichtete Wellen, welche durch breite mit Sand erfüllte Mulden
von einander getrennt werden. Die grossen Feldspathkrystalle zeichnen sich scharf in
dem erdigen Gestein. Bis *Ka-hsien* d. i. altes *hsien*, weil der Ort früher den Rang einer
Kreisstadt gehabt hat, hält der Granit an. Dann folgen Glimmerschiefer und
glimmerige Thonschiefer, welche flachewellig gelagert sind, aber vorherrschend das
Streichen von NW nach SO zeigen. Sie sind von zahlreichen Gängen eines dunkel-
blauen turmalinhaltigen Quarzes durchzogen, die dem Granit fehlen. Ein Berg im Süden
ist krystallinischer Kalk. Auch Basalt muss in der Nähe vorkommen, da man ihn in
dem Gemäuer der Häuser sieht.

Von *Kan-yu* kommt man noch über einen aus krystallinischem Kalk bestehenden
Riegel, und steigt dann hinab in die Bucht, in welcher Tshifu liegt.

Ausflug von *Tshifu* nach *Tang-tshóu-fu*
(vom 24sten bis 28sten October 1868.)

Schon bei einer früheren Gelegenheit, als ich, kurz nach meiner Ankunft in China,
zum ersten Mal von Shanghai nach Peking fuhr, hatte ich bei meiner Rückkehr von dort
einen kurzen Aufenthalt in Tshifu genommen und dabei meinen ersten geologischen Aus-
flug in China überhaupt ausgeführt. Er war von Interesse und bildet eine wichtige
Ergänzung zu der Geologie der letzten hier beschriebenen Strecke zwischen Hwang-hsien
und Tshifu. Amerikanische Missionare, welche in Tóng-tshóu-fu residirten, glaubten
sichere Nachricht über das Vorkommen von Steinkohle daselbst erhalten zu haben. Man
versprach sich goldene Berge von den zukünftigen Gruben an dem so günstig gelegenen
Ort. Diesem Umstand verdankte ich es, dass ich mich der angenehmen Gesellschaft
eines unternehmungslustigen Americaners anschliessen und bei meiner eigenen gänzlichen
Unkenntniss von China von dessen Erfahrung in der Art des Reisens Nutzen ziehen
konnte.

Um die Bucht von Tshifu zieht sich ein Halbkreis von Hügeln, dessen höchster
bis 1330 Fuss [engl.] aufragt. Ein Ausläufer derselben schliesst den Sandstrand des
beliebt gewordenen Seebadeortes im Osten ab, der andere endet im Nordwesten der Stadt
und ist durch eine sandige Fläche von dem felsigen, hammerförmigen Vorsprung *Tshi-
fóu-tau* ¹) getrennt. Die ganze Kette besteht aus Glimmerschiefer; nur im Westen