National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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tritt in einem mir nicht klar gewordenen Verband
krystallinischer Kalkstein auf. Der Glimmer-
schiefer ist typisch und zum Theil sehr reich an klei-
nen Granaten. Wenn man in westlicher Richtung über
einen in dem genannten Kalkstein liegenden Pass hin-
weg die Bucht verlassen hat, kommt man in eine breite
sandige Thalebene, welche durch flache niedere Höhen
von krystallinischen Schiefern unterbrochen wird. In
ihr liegt die Stadt Fu-shan-hsien an der Vereinigung
der kleinen, aber in breiten, sandigen Betten fliessen-
den Bäche Tsing-yang-hô und Ta-ku-hô, an welchen
Saumwege nach Süden hin führen. Erst bei Kau-yu,
40 li von Tshifu, erreicht man den Thalrand. Es
folgen nun:
1) eine Reihe kalkfreier metamorphischer
Gesteine. Sie bilden niedere Hügel, oft lange
und breite Rücken, die 30 bis 50 Fuss über
die Thalebene hervorragen und wie Sanddünen
geformt sind, aber bis an die Ackerkrume aus
gewachsenem Gestein bestehen. Die Schichten
streichen NW—SO und fallen unter flachen
bis steilen Winkeln nach SW. Erst sind sie
glimmerig und schieferig, dann gneissartig,
stellenweise granitisch, aber ohne die Gneiss-
structur ganz zu verlieren. Quarzgänge sind
in grosser Menge vorhanden. Es ist das ge-
wöhnliche Grundgebirge dieser Küsten.
2) Weissliche und gelbliche Quarzporphyre;
sie herrschen durch 3 bis 4 g. Meilen. Tsi-
shi-li-pu (das 70 li-Dorf, d. h. 70 li von
Tông-tshon-fu entfernt) steht darauf und ist
ganz daraus erbaut.
3) Granitähnliche geschichtete Gesteine, wie 1).
4) (1 g. M. hinter Tsi-shi-li-pu) bläulicher kry-
stallinischer Kalk, welcher von NO nach
SW streicht und nordwestlich fällt, so dass
der nach derselben Richtung führende Weg in
das Hangende fortschreitet. Darin sind Zwi-
schenlagen in grosser Zahl, und zwar zu unterst:
a) von Glimmerschiefer, dessen einzelne Ein-
lagerungen 10 bis 60 Fuss mächtig sind.
b) Grünbraune, schwer bestimmbare Ge-
steine; dann wieder
c) Glimmerschiefer.
Darauf beginnt der Kalkstein selbst seinen
grossen Wechsel zu zeigen. Er wird verkieselt
in verschiedenem Grad, und geht in Quarzit
über. Unreine, sehr dünn geschichtete Kalke,
dunkelgefärbt und stets feinkörnig krystallinisch,
nehmen mehr und mehr überhand, je höher
man in der Schichtenreihe hinaufkommt, und
die Glimmerschiefer verschwinden. Die Mäch-
tigkeit des ganzen Systems ist sehr bedeutend.
Faltungen beobachtete ich nicht. Der Fall-
winkel ist erst 50° und wird dann immer
steiler, bis 80°. Bemerkenswerth ist die Häu-
figkeit von Quarzgängen in diesem ganzen
Schichtensystem. Sie sind oft sehr mächtig;
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