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0268 China : vol.2
China : vol.2 / Page 268 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000260
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Mal darauf, und nirgends konnte es die Aufmerksamkeit mehr fesseln als hier, wegen
des beschriebenen Contrastes zu der Gegend westlich von demselben Fluss. Ich
hatte im Vorhergehenden (S. 213 ff.) eine daraus bestehende Küstenzone zu beschrei-
ben, welche sich über Lai-tshóu-fu und Hwang-hsien mit Unterbrechungen bis Fu-
shan-hsien erstreckt. Aber dieselbe Terrainform hat eine viel grössere Ausdehnung.
Williamson und Markham haben übereinstimmend einen Landstrich ausgesondert,
welcher durch Verbindung der Orte: Lai-tshóu-fu, Ping-tu-tshón, Lai-yang-hsien,
Kin-kia-kóu, Tsi-mei-hsien, Kiau-tshóu, Tshu-tshóng-hsien, Ngam-kin-hsien, Wei-hsien
abgegrenzt wird. Beide bezeichnen seine Oberfläche als »undulating« und betrachten
ihn, da für sie die Meereshöhe den einzigen Anhaltspunkt gibt, als einen Theil der
Grossen Ebene, die sich dann von Wei-hsien weiter nördlich und westlich erstrecke.
Da nun das zersetzte krystallinische Wellenland von dort, wo ich es zwischen dem
Wei-hó und Lai-tshóu-fu überschritt, mit gleichem Charakter unübersehbar nach
Süden fortsetzt und einen Theil des von jenen beiden Beobachtern herausgeschnit-
tenen Gebietes bildet, und da sie die gleichen Worte für die Beschreibung der
Landschaft hier und in den südlicheren Theilen anwenden, so kann es kaum zwei-
felhaft sein, dass der nämliche geologische Typus in dem ganzen Gebiet herrscht,
wenn auch in einzelnen Gegenden, wie besonders zwischen Lai-yang-hsien und
Kin-kia-kóu, Hügelländer sich ausbreiten, welche aus aufgelagerten Sedimentgebilden
zusammengesetzt zu sein scheinen.

Zur Erklärung der Erscheinung werden wir drei Agentien in Anspruch nehmen
müssen, von denen mindestens eines dort, wo wir der gleichen Umwandlung nicht
begegnen, gefehlt haben muss. Das erste besteht in Vorgängen, welche das
Gestein regioenenweise für die tiefgreifende Zersetzung vorbereiteten; das zweite in
denjenigen, welche die letztere unmittelbar bewirkten, das dritte in denen, welche
die Ausdehnung herbeiführten. Das besondere Merkmal der Gneissgebiete von Ost-
Shantung, Liautung und Liau-hsi besteht, wie ich so eben zeigte, in der Inter-
ferenz einer späteren und secundären Faltung mit der ursprünglichen. Wo diese,
d. i. die Streichrichtung des Gneiss von NNW nach SSO, allein vorhanden ist,
finden sich jene Zersetzungserscheinungen nicht; sie treten erst dort ein, wo eine
rechtwinklig zu den Sinischen Faltungen wirkende laterale Kraft eine Aufstauung
in Ketten, die von WSW nach ONO streichen, hervorgebracht hat. Wenn man
sich die Mechanik dieses Vorgangs vergegenwärtigt, so wird man a priori anneh-
men müssen, dass nicht alle Theile des Gneissgebietes in gleichartiger Weise nach-
gaben und eine Aenderung in ihrer alten regelmässigen Structur erlitten, sondern
einzelne grosse Massen, welche ganze Gebirgsgruppen zu bilden geeignet waren,
ihre ursprüngliche Beschaffenheit bewahrten, während dazwischen gelegene Theile
dem Druck nachgaben und in ihrer inneren Structuranordnung die mannigfaltigsten
Verschiebungen erlitten. Diese Zerstörung des Gefüges ist es, welche die Wirkung
tiefgreifender Zersetzung vorbereitet haben mag. Es lässt sich vielleicht damit
eine andere Erscheinung in Zusammenhang bringen. Ich habe, wo immer mein
Weg über die zersetzten Gebilde führte, des Gewirres von Gängen, einerseits von