National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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die Alluvialebene auf. Sie deuten an, dass der Gebirgsbau von Shantung nicht
aufhört, sondern nur durch seine tiefe Versenkung der Beobachtung entzogen ist.
In welcher Art die Tektonik des Gebirges im Westen gegen die Grosse Ebene
endigt, hat uns noch kein Beobachter mitgetheilt. Steinkohle ist von dort nicht
bekannt. Aber die vielfache Verwendung des globulitischen Kalkes zu Bauten in
der Gegend des Grossen Canals, welche ich aus Bruchstücken, die Herr Ney Elias
mitbrachte, und aus dessen mündlichen Mittheilungen kennen lernte, deutet darauf
hin, dass innerhalb der Grenzen, in denen die den Canal speisenden Flüsse schiff-
bar sind, Sinische Kalke an sie herantreten.
Den Nordrand des Gebirges haben wir bereits kurz berührt. Auch er bezeichnet
eine im Ganzen westöstlich gerichtete Verwerfung, entlang welcher Alles, was
nördlich davon lag, tief hinabgesunken ist, so zwar, dass nichts davon an der Ober-
fläche sichtbar ist. Ausbrüche von »Grünsteinen« bezeichnen einen Theil dieser
Linie, welcher in einiger Entfernung westlich von Tsi-nan-fu beginnt und östlich
bis Tsün-ping-hsien fortsetzt¹). Diese Gesteine, deren einziges Analogon vielleicht
in den nicht unmittelbar beobachteten Eruptivmassen der Tuffgesteine zwischen
Hsiu-tai-hsien, Mong-yin-hsien und To-tshwang (S. 191) zu finden ist, treten ganz
isolirt auf, theils in einigem Abstand vom Gebirgsrand aus der Ebene kuppenförmig
aufragend, theils an diesem Rand selbst den Kalkstein durchsetzend. In letzterem
Fall haben sie starke metamorphische Einwirkung ausgeübt. Ein problematisches
Gebilde am Nordrand sind in stratigraphischer wie in tektonischer Hinsicht die von
mir nur oberflächlich untersuchten Sandsteine des Tshang-shan (S. 201).
Es bleibt uns noch der Ostrand von West-Shantung zu betrachten, d. i. die
Linie des Wei-ho, welche die beiden tektonisch verschiedenen Gebiete trennt²).
Das Thal ist von Süd nach Nord gerichtet und bezeichnet die Trennungskluft. Es
wäre von Interesse, die südliche Fortsetzung der Linie zu kennen. Nur Williamson
hat eine Beschreibung eines in der Nähe derselben führenden Weges gegeben. Es
ist die Strasse von Tsha-tshöng-hsien nach Kü-tshön, mit dem Dorf Kwan-sai auf
halbem Weg. Während er östlich von dem erstgenannten Ort, der auf der Scheide-
linie liegt, nur von Wellenland spricht, und für die ersten 10 g. M. nach Süd-
westen der Weg durch Ebene führt, beginnt nun, ganz wie wir es erwarten sollten,
ein anderer Charakter. Oestlich vom Weg nach Kwan-sai, also noch zu Ost-
Shantung gehörig, ist hohes Gebirge, der Shang-ye-shan, mit wilden Formen, wie
sie in dieser Provinz fast nur dem Gneiss und Granit eigen sind. Am Fuss ist
eine berühmte, umfangreiche Höhle. Dies deutet auf die Formation des King-sun-
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