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0277 China : vol.2
China : vol.2 / Page 277 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000260
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gende Perioden überaus allmälig in gleichem Sinn fortentwickelt hat. Wenn einmal
eine genaue geologische Aufnahme des Landes vorliegen wird, wird es möglich
sein, die Gestalt des Bodens, auf dem sich die ebenflächigen Sinischen Schichten
abgelagert haben, wieder herzustellen. An einigen Orten, wie am Hwang-ku-pi-tsze
(S. 189 und 240), wird man zu diesem Zweck die verworfenen Theile der Unterlage
wieder in gleiches Niveau zu bringen haben, da nur dann die Schichten auf ihm und
an seinem Fuss zusammenhängend werden, d. h. die Verwerfung hat hier nach
Ablagerung der Schichten begonnen. An anderen Stellen jedoch, wo die Schichten
einer Scholle einem hohen Gneissgebirge zufallen, und auf der anderen Seite des-
selben, weit unter der Gipfelhöhe, aber in höherem Niveau als die diesseitigen
Sedimente, dieselben Schichten auflagern und nach der gleichen Richtung hin
fallen, wird man annehmen müssen, dass die Existenz des Gebirges und die Existenz
der Verwerfungsspalte in Zusammenhang stehen und, da das Gebirge vor Abla-
gerung der Schichten bestand, auch die Verwerfung schon begonnen hatte; denn
wäre dies nicht der Fall, so liesse sich kein Grund erkennen, wesshalb jedes ein-
zelne Gneissgebirge an seiner südlichen Seite von einer gleichgerichteten Verwer-
fungsspalte begleitet ist. Hätten die Dislocationen sämmtlich später begonnen, so
würden sie eine geringere Abhängigkeit von der Richtung der Gneiszüge haben.
Nach Ablagerung der Sinischen Schichten hob sich das ganze Land als solches
aus dem Meer, so dass es von obersilurischen und devonischen Schichten nicht
bedeckt wurde; und ebenso senkte es sich wieder bei Beginn der Steinkohlen-
periode, wie die unmittelbare Auflagerung von deren Gebilden auf den Sinischen
Schichten beweist. Die einzige Aenderung, welche sich, abgesehen von den Ero-
sionsprocessen, in der Zwischenzeit vollzogen hatte, war die fortschreitende verticale
Verschiebung entlang den Verwerfungsspalten, durch welche die Sinischen Schichten
in eine schwach geneigte Lage gekommen waren. Denn obwohl die Schichten
der Kohlenformation im Allgemeinen den Sinischen beinahe ganz conform lagern,
findet doch eine geringe Abweichung statt, welche beweist, dass die letzteren nicht
mehr in horizontaler Lage waren. Ein noch deutlicherer Beleg hierfür ist das
Uebergreifen der obersten Schichten der Kohlengebilde über die Schichtenstörungen
an den Verwerfungsspalten; so insbesondere bei Po-shan S. 207, wo sie den unter
45° nach Osten fallenden Sinischen Kalken angelagert sind, und bei Wei-hsieu S. 210,
wo sie auf Granit liegen. Nach Ablagerung der Kohlengebilde setzte die verticale
Verschiebung in stets gleichem Sinn noch weiter fort; denn jene haben durchwegs
ein nördliches Einfallen, also nach derselben Richtung wie die Sinischen Schichten.
Eine grössere Verschiebung, als innerhalb des Gebirgslandes im Norden von
I-tshóu-fu vorkommt, hat im Verhältniss zu dessen Gesammtheit das südlich an-
grenzende Land erlitten. Während daher jenes nach Ablagerung der Steinkohlen-
gebilde gehoben worden zu sein scheint, um nie mehr ganz unter das Meer versenkt
zu werden, hat in diesem eine weitere Ablagerung von Schichten bis in eine nicht
genau zu bestimmende Zeit stattgefunden. Vielleicht hängt die tiefere und länger
andauernde Versenkung mit den Ausbrüchen von Porphyren zusammen; denn mit
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