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0313 China : vol.2
China : vol.2 / Page 313 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000260
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Klima. — Peking ist sowohl durch die lange fortgesetzten meteorologischen
Beobachtungsreihen, wie durch die seit der Blüthezeit der Jesuitenmissionen häufig
wiederholten astronomischen Bestimmungen, welche in den gründlichen Abhand-
lungen von Fritsche ihren Abschluss gefunden haben, der geeignetste Ausgangspunkt für alle ähnlichen Beobachtungen in China geworden. Nach der genannten
Autorität können die folgenden Positionen für das Innere der Stadt selbst als fest-
gestellt gelten:

Länge östl. Nördliche
v. Greenwich. Breite.
1) Das kaiserlich chinesische Observatorium auf der
Ostmauer der Mantschu-Stadt . . . . . . . . 116°, 28', 8 39°, 54', 4
2) Die katholische Kathedrale Pei-tang (Nordkirche) 116°, 25', 8 39°, 55', 3
3) Die kaiserlich Russische Gesandtschaft . . . . 116°, 27', 0 39°, 54', 2
4) Pei-kwan, die Russische geistliche Mission nebst
dem im Jahr 1841 eingerichteten kaiserl. russischen
Observatorium, in der Nordostecke der Stadt . . 116°, 28', 6 39°, 56', 8

Für den Gang der Temperatur besitzen wir zwei ausgezeichnete, um ein
Jahrhundert auseinanderliegende Beobachtungsreihen, welche auffallend überein-
stimmende Resultate geben. Die erste stammt von Amyot aus den Jahren 1757
bis 1762 und wurde von Mahlmann berechnet¹). Die zweite reicht von 1841 bis
1874 und wurde auf dem Russischen Observatorium während 23 Jahren innerhalb
dieses Zeitraums angestellt. Die Mittel sind von Fritsche berechnet. Es ergeben
sich die folgenden Monatsmittel in Celsius-Graden:

Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Oct. Nov. Dez. Jahr
1) 1757—1762 —5.0 —4.1 3.6 13.0 20.9 25.6 26.0 25.6 19.6 12.2 3.0 —3.4 11.4
2) 1841—1874 —4.6 —1.4 5.1 13.8 19.9 24.3 26.1 24.6 20.1 12.5 3.8 —2.4 11.8

Noch mehr übereinstimmende Zahlen erhalten wir für die Jahresextreme:

Absolutes Maximum Absolutes Minimum Jährliche
des Sommers. des Winters. Schwankung.
1) 1757—1762 . . . 36°.1 —14°.9 51°.0
2) 1841—1874 . . . 36°.3 —15°.3 51°.6

Aus der letzten Periode leitet Fritsche den folgenden Gang der Temperatur ab:
»Die kältesten Tage fallen ziemlich genau auf die Mitte des Januar, wo das niedrigste
Tagesmittel — 5°.6 ist; von da an steigt die Temperatur Anfangs sehr langsam,
später schneller und erreicht den Nullpunkt am 21. Februar; — das Jahresmittel
11°.8 am 9. April; — das Maximum 26°.8 am 21. Juli; — das zweite Medium 11°.8
am 18. October; — den Werth 0°.0 zum zweiten Mal Ende November. Das Tages-
mittel liegt also unter 0° während 83 Tagen und über 0° 282 Tage.« Dagegen
beträgt die Anzahl der Tage, an denen die Temperatur immer, Tag und Nacht,
über 0° ist, 218; die Zahl derjenigen, wo sie unter oder bis zu 0° herabsteigt, 147.
Die folgende, aus den verschiedenen Resultaten von Fritsche zusammenge-
stellte Tabelle zeigt den jährlichen Gang des Luftdrucks, der Windrichtungen, der