National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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nach der Mantschurei, einige Wege nach der Mongolei und einen über Ta-tung-fu
nach Pau-tö-tshöu am Gelben Fluss. Neuere Reisende sind fast ausnahms-
los zu Meer nach Tien-tsin und von dort entweder zu Wasser über Tung-tshöu
nach Peking, oder direct zu Lande nach der Hauptstadt gereist. Auch verdanken
wir ihnen zahlreiche Beschreibungen des Nankóu-Passes und der Ming-Gräber.
Man kann sich aus dieser reichen und zum Theil vortrefflichen Literatur ein klares
Bild der Ebene um Peking und des Gebirgsanblickes machen, sowie eine annähernde
Vorstellung von dem Wechsel der Landschaft auf dem Weg von Kalgan nach
Peking gewinnen. Mehr wurde man vergeblich suchen; denn über den Charakter
der Gebirgslandschaften wird nichts berichtet. Beinahe die einzige Quelle, aus
der wir in dieser Beziehung Belehrung schöpfen können, ist das oft genannte Werk
von Pumpelly.
GEOLOGISCHE BEOBACHTUNGEN.
I. Von Shan-hai-kwan bis Peking.
In einem früheren Abschnitt, welcher die Beobachtungen an der grossen Strasse
von Mukden nach der Provinz Tshili behandelte ¹), haben wir bereits die Grenze der
letzteren überschritten und die dem Mauerthor Shan-hai-kwan im Westen sich
anschliessende Gegend kennen gelernt. Es zeigte sich, dass wir einen geologischen
Abschnitt erst mit dem Verschwinden der aus krystallinischen Schiefern bestehenden
Fundamentes finden konnten, welches für das Küstenland in Liautung, Liau-hsi
und Shantung so charakteristisch ist. Bis Yung-ping-fu hatte der Weg uns noch
darüber geführt, und wir begegneten der letzten Spur jener Gesteine westlich vom
Tempel Ye-tsi-miau, welcher der genannten Stadt gegenüber am Lwan-hö liegt.
Auf einer Diluvialterrasse gingen wir in südlicher Richtung nach Lwan-tshöu und
hatten zur Rechten kleine Hügel von Sandstein, bei denen wir nun unsre Beobacht-
tungen wieder anknüpfen. Der erste Theil des weiteren Weges bewegt sich südlich
von der Hauptstrasse, welche von Ye-tsi-miau unmittelbar westlich nach Peking
führt, und geht durch das Kohlenfeld von Kai-ping, um dann erst nach jener
zurückzukehren.
Das Kohlenfeld von Kai-ping (den 14ten und 15ten Juli 1869).
Entfernungen in li:
Lwan-tshöu — Ku-yé 60 — über Pai-tau-tsö nach Kai-ping 42 li. — Zusammen 102 li oder 28 g. M.
Von mehreren Reisenden ist nach Hörensagen ein Kohlenfeld bei Lwan-tshöu ange-
geben, und man hatte dasselbe verschiedentlich locirt. Ich hörte, dass Kohle bei Tshang-
li-hsien vorkomme; doch scheint der Bergbau nicht von Bedeutung zu sein. Ungleich
wichtiger ist ein Kohlengebiet, das 45 li WSW von Lwan-tshöu beginnt und am zweck-
mässigsten nach dem volkreichen Ort Kai-ping, an seinem westlichen Ende, benannt
werden kann.
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