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0337 China : vol.2
China : vol.2 / Page 337 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000260
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rothe Thongesteine vorherrschend; zuweilen sind sie sandig und conglomeratisch.
Die Gehänge sind sanft und, da sie überdies mit Schutt und Sträuchern bedeckt
sind, der Beobachtung wenig zugänglich.

In diesen Schichten erreicht man das erste Haus am Weg, bei dem sich grosse
Obstgärten befinden. Von ihm hat man noch 900 Fuss hinabzusteigen nach dem
Dorf Ma-ling. Die Gesteine erinnern hier an die Schichten 42) und 41).

d. Vierte Abtheilung (Tatsau-Gruppe).

Das Dorf Ma-ling steht auf einem Schichtensystem, das einen beständigen
Wechsel von schwarzen Schiefern, grauen Mergeln, eisenschüssigen Thonen und
mürben Sandsteinen darstellt. Sphärosiderit ist allen Gesteinen in dünnen Lagen,
die oft nur aus einzelnen Knoten bestehen, eingebettet. Das Streichen ist NNO
—SSW, das Fallen 50 bis 80° WNW, stellenweis senkrecht und selbst wider-
sinnig. In dieser Zone liegt die schon von Pumpelly beschriebene Ta-tsau (=grosses
Flöz-) Grube. Der Weg folgt von dem Dorf aus dem Schichtenstreichen und führt
über einen Sattel, den Mei-ling oder Kohlen-Pass, der ganz voll uralter Kohlen-
halden ist. Jetzt ist dieser Theil ausgearbeitet, und der Bergbau beschränkt sich
auf die genannte Grube, welche 6 li SSW von Ma-ling und 15 li SSW von Tshai-
tang liegt. Ich kam zu ihr in so später Abendstunde, dass ich sie nicht näher
untersuchen konnte. Sie liefert Anthracit, welcher demjenigen von Ping-ting-
tshōu in Shansi ähnlich, aber von etwas geringerer Qualität ist. Er hat einen weniger
grossmuscheligen Bruch und schmutzt etwas; auch kommen viele erdige Lagen in
ihm vor. Die Mächtigkeit des Flözes soll wechseln und zuweilen bis 30 Fuss
erreichen. Wohlerhaltene Pflanzenreste, welche ich in den Schiefern fand, gehören
nach Prof. Schenk's Bestimmung der Rhätischen Formation an.

e. Fünfte Abtheilung (Futau-Gruppe).

Kohlenrevier von Tshai-tang. — In den Umgebungen dieses Dorfes gibt es
zwar mehrere Kohlengruben; doch beschäftigen uns zunächst diejenigen, welche 4—5 li
SSW von Tshai-tang an der linken Seite des von Ma-ling kommenden Baches liegen,
da sie unserem Schichtensystem in regelmässiger Folge angehören. Die Flöze sind
dem obersten Theil eines mindestens 500 Fuss mächtigen Wechsels von grauen mürben
Sandsteinen und graugrünen brückligen Mergeln mit ein wenig schwarzem Schiefer-
thon eingelagert; welche das bisher beobachtete Streichen NNO—SSW bewahren
und WNW fallen. Die Schichten beissen an der linken Thalwand aus, und hier
findet sich ein bergbaulicher Betrieb auf dieselben. Alle Gruben, alte wie neue,
vertheilen sich auf einer Strecke von nicht mehr als 1500 Fuss am untersten Ge-
hänge; die höchsten liegen 200 Fuss über dem Bachbett. Es scheinen vier Flöze
vorhanden zu sein. Das oberste ist dünn und nicht abbauwürdig; das nächste
darunter soll 5 bis 9 Fuss, das folgende 1 bis 3, selten bis 5 Fuss mächtig sein;
das vierte ist nur durch alte Halden angedeutet. Alle Flöze führen bituminöse
Kohle. Dieselbe ist von grosser Reinheit; aber die Flöze haben alle Anzeichen
von Pressung. Denn die Kohle ist kluftflachig. Daher wird viel Klein- und Staub-