National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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hinsichtlich des ökonomischen Werthes in Schatten stelle. Eine Art von Nivelle-
ment von Peking bis Tshai-tang war ausgeführt worden, und eine Eisenbahn mit
nnerschöpflichen Kohlengruben und feuersprühenden Eisenhochöfen an ihrem Ende
bildete den Gegenstand ernsthafter Speculation. Dies musste um so auffälliger
erscheinen, als es sich nur um die Ausbeutung der bituminosen Kohle der Futau-
Gruben handelte, der Anthracit aber gar nicht in Betracht gezogen wurde. Nicht
gering war daher meine Enttäuschung, als ich die gedachten Gruben besuchte.
Die Reinheit der Kohle, die wahrscheinlich nicht unbedeutende Anzahl der Flöze
und die beträchtliche Mächtigkeit, welche dieselben stellenweise in der Nähe des
Ausgehenden haben, rechtfertigen allerdings die Annahme, dass, wenn die For-
mation noch jetzt, wie sie es einst gewesen sein mag, über grosse Strecken mit
geringen Störungen ausgebreitet wäre, ihr ökonomischer Werth erheblich sein
würde. Allein einige geringe Reste, von Porphyr durchbrochen, verworfen und
überlagert, und nur der durch ihn gebildeten festen Kappe ihre Erhaltung ver-
dankend, ist Alles was übrig geblieben ist. Und selbst für sie ist jede Berechnung
der in den Flözen enthaltenen Kohle illusorisch, da deren Mächtigkeit von dicken
Anschwellungen auf nichts herabgeht. Ich habe nachgewiesen, wie die Verhältnisse
der Futau-Gruben sich seit Pumpelly's Besuch verschlechtert haben. Letzterer kam
hierher auf Veranlassung der chinesischen Regierung, und gewiss zeigte man ihm das
Beste. Sein Bericht über die Gruben Hsing-shau und Tsing-shui, die einzigen in
derselben Formation, welche er ausser den Fu-tau-Gruben besuchte, gibt den
deutlichsten Beleg, wie arg hier die Porphyre einer an sich ganz vortrefflichen
Kohlenformation mitgespielt haben, und wie gering ihr Verdienst ist, die wenigen
vorhandenen Ueberreste vor gänzlicher Zerstörung geschützt zu haben.
Müssen wir somit der bituminosen Kohle jede über die Localbedürfnisse hinaus-
gehende Bedeutung so weit absprechen, dass man sagen darf, der aus ihr zu
erzielende Reingewinn würde nicht die Kosten der Vorarbeiten zu der projectirten
Eisenbahn bezahlen, so gibt der Anthracit der Ta-tsan-Gruben und des ganzen
Streifs von Ma-ling zu nicht viel grösseren Hoffnungen Anlass, da die Lagerungs-
verhältnisse für einen so schwer zugänglichen Ort wie Tshai-tang nicht günstig
genug sind.
Von ungleich grosserer Bedeutung, als diese vereinzelten Ueberreste der jüngsten
kohlenführenden Formationen, dürften die tieferen, bisher weder vom geologischen
noch vom technischen Gesichtspunkt richtig gewürdigten Glieder sein, insbesondere
das System von Tai-ugan-shan. Die grosse Zahl und die Mächtigkeit der Flöze
desselben, sowie die vorzügliche Beschaffenheit des Anthracits, zeigen von vorn herein,
dass dieses die reichste Kohlenstufe ist. Allerdings wird die von uns beschriebene
Localität bei ihrer Lage hoch oben in schwer zugänglichem Gebirge niemals Aussichten
auf erheblichen Gewinn bieten. Allein es ist hier die Regelmässigkeit der Lagerung
und des Forttstreichens nach West und Ost zu berücksichtigen. Die erstere Rich-
tung kann für die Versorgung von Peking nicht in Betracht kommen; aber um so
mehr Aufmerksamkeit verdient die letztere. Denn in der Richtung des östlichen
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