National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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ausschliesslich krystallinischer Schiefer zu erwarten ist. Er enthält Pupa-Gehäuse und
Knochen von Säugethieren, von denen früher, als die Station noch französisch war, Père
David eine Sammlung veranstaltete. Im Süden erhebt sich der stumpfe Gipfel des Ta-
Wang-shan, des höchsten Berges der Gegend, welcher 2500 bis 3000 Fuss Höhe über
dem Dorf erreichen dürfte. Nach allen Seiten steigen die Gebirge um das anmuthige Thal
zu 1500 bis 2500 Fuss an. Terrassirte Felder auf Löss reichen bis ungefähr 1000 Fuss hinauf.
Ueber die Gegend im Osten und Nordosten vermochte ich keine Erkundigungen
einzuziehen. Nach Süden ist sie durch Pumpelly bekannt, welcher über die Gebirge
nach Tau-tshwan ging. Er überschritt dabei zwei Hohenzüge von Hornblendegneiss
und Chloritgneiss.
Von Hsi-wan-tszĕ über das Mongolische Plateau nach Hsi-ying-tszĕ
(den 9. bis 11. November).
Entfernungen in li:
Hsi-wan-tszĕ — Sha-wan-tszĕ 80 — Plateaurand bei San-han-pa 20 — Shibarhoi 35 — Tsaghau-
teleghai 15 — Khanortai 85 — Hsi-ying-tszĕ 85. — Zusammen 285 li oder 85,5 g. M.
Von Hsi-wan-tszĕ bis zum Plateaurand. — Der ungemein lehrreiche Weg
führt quer über einige Gebirgszüge hinweg. Erst geht man 12 li thalaufwärts, nach
Norden, dann 3 li westlich hinauf zu einem 4770 Fuss hohen Pass, dann 15 li süd-
westlich hinab nach einer Schlucht, welche 40 li unterhalb Hsi-wan in das Thal des
Tsing-hô mündet. Man ist hier in nahezu gleicher Höhe (3920 F.) mit diesem Ort.
Dann geht es 5 li nordwestlich hinauf nach einem Pass, der 230 Fuss höher ist als der
erste, dann 25 li abwärts nach dem Thalboden des Raitsa-ghool, welcher sich 20 li
oberhalb Kalgan mit dem Tsing-hô vereinigt. Der niedrigste Punkt des Weges ist bei
dem Dorf Sha-wan-tszĕ, das ungefähr 400 Fuss tiefer als Hsi-wan-tszĕ (3510 Fuss hoch)
liegt. Von hier ist ein abermaliger Anstieg von 1400 Fuss; dann gelangt man auf ebenem
Weg nach dem 4 li entfernten chinesischen Dorf San-han-pa (4924 F.), das bereits auf
dem abflusslosen Plateau steht.
Der ganze Weg bis hierher führt über krystallinische Schiefer, die NO—SW streichen
und 45—50° NW fallen. Es finden sich Hornblendegneiss, Chloritgneiss und
zwei Arten von Glimmergneiss, nämlich ein grauer, sehr dunnschieferiger, und
ein rother dickschieferiger. Letzterer hat granitihnliche Felsformen. Sämmtliche Gesteine
sind gangförmig durchsetzt von Granit und Pegmatit. Dieser nimmt gegen Westen
zu, und am letzten Anstieg von Sha-wan-tszĕ bildet er ein ähnliches polygonales Netz-
werk von sich gegenseitig vielfach verwerfenden Adern, wie dort wo die krystallinischen
Schiefer die sanften Küstenabfälle zusammensetzen¹). Unter den Graniten ist eine rothe
Abanderung mit grossen Orthoklaskrystallen bemerkenswerth, welche an den Granit des
Ai-shan in Shantung²) erinnert. Die Gneisse gehen in quartzitische Gesteine mit Lagern
von Feldspath und Glimmer über.
Mein Hauptzweck bei dem Einschlagen des Weges durch ein Stück der Mongolei
war, den Charakter der abflusslosen Becken kennen zu lernen, um die Richtigkeit der im
ersten Band dargestellten Ansicht über die Entstehung des Löss, welche sich mir andert-
halb Jahre früher aufgedrängt hatte, zu prüfen. Eine deutlichere Belegstelle als hier hatte
ich wol kaum finden können. Denn wenn wirklich die Lössländer, welche wir durch-
wandert haben, früher abflusslose Steppen waren, und die mächtigen Ausfüllungen der
Depressionen mit Schutt an den Rändern und Löss in der Mitte ihre Entstehung sub-
aerischen Vorgängen, insbesondere dem spülenden Wasser und den Staubwinden, verdanken;
und wenn es ferner richtig ist, dass die jetzige Gestaltung der Lössbecken nur durch die
Herstellung eines Abflusses in jedem von ihnen hervorgebracht worden ist, so muss die
Wirkung hier, am unmittelbaren Rand des Plateaus und zwischen nahe benachbarten,
verhältnissmässig hohen Bergrücken besonders deutlich sein. Und in der That ist hier
die Verbreitung des Löss derartig, dass die ehemalige vollständige Ausfüllung der tiefen
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