National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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8. Globulitischer Kalk . . . . . . . . . . . . . . . 10 Fuss.
9. Wurmkalk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
10. Rother globulitischer Schiefer.
11. Globulitischer Kalk mit einzelnen Zwischenlagen von Sandstein 300
12. Grauer, dünnschichtiger splittriger Kalk, unebenflächig . . 40
Alle diese Schichten streichen N 50° O und fallen NW; aber während der Fallwinkel
Anfangs 82° ist, beträgt er zuletzt nur noch 45°. Nach einer Unterbrechung von
120 Fuss folgen:
13. Grobe Quarzsandsteine mit thonigem Bindemittel; darin Einlagerungen
von weissen tripelartigen Schichten mit kieseligkalkigen Gesteinen, beide
mit stengelartigen Pflanzenresten; ferner Kohlenflöze, die von schwarzen
Schiefern begleitet sind. Die hier erkennbare Mächtigkeit beträgt 1200 Fuss.
Gesteinscharakter und Färbung wechseln fortdauernd. Die Streichrichtung
ist N 30° O, das Fallen N 60° W, erst mit 40°, dann abnehmend bis
10°, und oben lagern die Schichten fast söhlig.
Bei Lang-err-hòu kennt man drei Flöze. Das erste fällt 30°; es ist dünn und daher nur
stellenweise abgebaut worden. Das zweite liegt ungefähr 250 Fuss darüber und fällt Anfangs
15° ein, verflacht sich aber im Berg bis 5° und 0°. Es ist 3 bis 6 Fuss mächtig. Das
Floz ist Sandstein mit breiten stengelartigen Pflanzenresten, die unmittelbar über dem
Flöz am häufigsten sind; das Liegende wird durch ein schieferiges, von unbestimmbaren
kleinen Stengeln erfülltes Schlammsediment gebildet. Die Kohle ist von derselben Art,
aber geringerer Qualität, als die übrige des Districtes. Nur eine Grube war im Bau
begriffen. Die Einfahrt geschah durch eine 3000 Fuss lange gewundene Strecke von 4
bis 5 Fuss Höhe, die der Neigung des Flozes folgt. — Das dritte Flöz liegt 150 Fuss
höher. Die auf ihm betriebenen Gruben sind sämmtlich längst verlassen, da man das
Wasserniveau erreicht hatte. Die Thatsache, dass man dieses Flöz zuerst abgebaut hat,
deutet an, dass es das beste und mächtigste war.
Weit bedeutender sind die Gruben von Hêi-ku-tszê (4675 F.), 20 li südwestlich von
den vorigen (s. Fig. 76). Man gelangt dorthin von Ku-tshwang (4290 F.), einem Dorf am
Fuss des Gebirges und 40 li von Ta-tung-fu entfernt. Hier mündet ein schluchartiges Thal.
Zwischen steilen, deutlich geschichteten Wänden, die ausserhalb des breiten, steinigen
Flussbettes nur wenig Raum lassen, geht man aufwärts. An dieselben etwas zurücktreten,
lagert Löss bis hoch hinauf; in verschiedenen Höhen an seinen senkrechten Absonderungs-
flächen sieht man häufig Höhlen, die Reste ehemaliger Wohnungen, während am Fuss
die Aushöhlungen der jetzigen Bewohner gegraben sind. Am Eingang in das Thal steht,
mit nördlichem Streichen, eine aus Sandsteinen und Thonen von allen Färbungen auf-
gebaute bunte Schichtenreihe an. Erst ist das Fallen 30° NW, dann wird es flach, und
später söhlig. Es fehlt also die Sinische Einfassung; doch sind die Spuren der Anleh-
nung an deren unterirdische Fortsetzung in der Art des Einfallens vorhanden.
Die Kohlengruben beginnen 20 li thalaufwärts und setzen für eine Strecke von 10 li
fort. Ich besuchte nur eine derselben. Sie ist 250 Fuss tief. Ein grosser Fahrschacht
hat die seltsame Form einer im Gestein ausgehauenen Spirale, und da die Stufen auf dem
ganzen Weg angebracht sind, so fährt man ein wie auf einer Wendeltreppe. In einiger
Entfernung ist ein saigerer, gut gebauter Kunstschacht. Das Wasser, welches nur in
geringer Menge einkommt, wird in Lederschläuchen vermittelst eines von sechs Mann
bedienten Haspels gehoben. Auf der Wendeltreppe des Fahrschachtes gehen fortdauernd
eine aufsteigende und eine niedersteigende Reihe von Arbeitern neben einander her; die
Ersteren bringen Jeden 25 kin Kohle auf dem Rücken heraus; die letzteren gehen mit leerem
Korb zurück. Ein Arbeiter macht täglich zwanzig Einfahrten. Das Flöz soll vollkommen
söhlig lagern, was durch die Schichtung an der Oberfläche bestätigt wird, und geniesst
in der ganzen Gegend den Ruf einer Mächtigkeit von 30 Fuss. Auf der Grube wurde
mir dieselbe nur zu 20 Fuss als Regel angegeben; aber stellenweise soll sie mehr als
30 Fuss erreichen. Man baut nur dies eine Flöz ab, obgleich mehrere existiren. Ungefähr
im Niveau der Schachtmündung selbst sieht man einige kleine Flöze mit Schmitzen von Kohle,
die, von Schiefer begleitet, in einem 50 Fuss mächtigen Complex der Sandsteine liegen.
Die Kohle von Ta-tung ist vollkommen schwarz, lebhaft glänzend, stets schieferig,
von hohem Grad der Festigkeit, und schmutzt gar nicht. Sie wird fast nur als grosse
Stückkohle gefördert. Es kommen einige dünne erdige Striche vor, die viel Eisenkies
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