National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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anderen Facies. Hornblendegneiss und Chloritgneiss walten weitaus vor:
Glimmergneiss ist untergeordnet; Glimmerschiefer und dazu gehörigen krystal-
linischen Kalk habe ich gar nicht beobachtet. — Wir kamen über diese Gesteine zum
ersten Mal auf den Wegen von Kalgan nach Hsi-wan-tsẑê und von dort nach dem
mongolischen Plateau (S. 347, 348). Auf dem letzteren Weg konnte ich die Lagerung
stetig beobachten. Bei Hsi-wan-tsẑê fand ich zwar das Streichen NW—SO mit
nordöstlichem Fallen; nachher aber blieb ersteres constant SW—NO bei einem Fallen
von 45 bis 50° NW. Ein grauer dünnschieferiger und ein rother dickschieferiger
Glimmergneiss sind untergeordnet und erweisen sich als Einlagerungen in den
Hornblende- und Chlorit-Gneissen; ebenso gewisse quartzitische, mit Lamellen eines
Gemenges von Feldspath und Glimmer durchschichtete Gesteine ¹).
Ein zweites Vorkommen trafen wir bei dem Verlassen des Plateau's bei Hsi-
ying-tsẑê, wo Gneiss von Hsiau-tung-ku als Baustein verwendet wurde (S. 352). Es
ist ein gleichmässig körniger, dünnflaseriger Glimmergneiss, mit gelblichweissem
Feldspath, grauem Quarz und schwarzem Glimmer. — Daran reiht sich das isolirte
Auftreten derselben Gebirgsart am Yuên-shan (S. 353), als Unterlage der doleritischen Decke. Wo wir letztere am Tempel Lau-ye-miau (S. 355) verliessen, begann
ein ausgedehntes, aus mehreren Parallelketten bestehendes Gneissgebiet, dem der
Ku-lu-shan und der westliche Theil von Pumpelly's Barrier-range angehören. Das
Schichtenstreichen fand ich S 50° W—N 50° O, das Fallen 55° SO ²). Eine Muster-
karte der Gesteinsabänderungen hat der Yu-hô in den Schotterlagen von Shau-ti
zusammengehäuft. Vorherrschend sind granatenreiche körnige Gneisse, zum Theil
mit einem apfelgrünen Mineral neben dem Glimmer. Zahlreiche Stücke sind als
Granulitgneiss und echter Granulit zu bezeichnen. Am Tempel Lau-ye-miau
ist der Gneiss quartzitisch. Die Barrier-range fand Pumpelly bei dem Durchbruch
von Yang-kôu aus Hornblendegneiss und zum Theil granatenführendem Hornblende-
schiefer zusammengesetzt, während er von den Umgebungen des Tatikha-noor Gra-
nulit und granatenführenden Glimmergneiss beschreibt. Er glaubt in den Glimmer-
gesteinen überall ein Streichen nach NO, in den hornblendehaltigen nach NNW
wahrzunehmen und hält die letzteren für die ältere Formation. Da jedoch die zweite
Streichrichtung (NNW), wie bei Kalgan so auch hier, nur als »anscheinend« ange-
geben wird, während die erste als Thatsache hingestellt wird, dürften weitere
Beobachtungen abzuwarten sein. Ich bin vielmehr geneigt, das ganze System dieser
Hornblendegneisse und granatenführenden Glimmergneisse als zusammengehörig zu
betrachten.
Diese Annahme findet eine Bestätigung in dem Zug des Man-tou-shan (S. 362),
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