National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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beds bezeichnet. Es lagern dort, in fast conformer Schichtung mit einem die
Unterlage bildenden glimmerarmen Gneiss, von unten nach oben: 1 grünlich
gefärbter, feinkorniger Sandstein; 2 Quarzit; 3 Rother Schieferthon; 4 Kieselkalk
mit dünnen Zwischenschichten von Hornstein. Die gesammte Mächtigkeit beträgt
einige hundert Fuss. Da der Kieselkalk den Gesteinen am Tempel Ta-kwei-ss'
petrographisch entspricht, so dürften wir mit ihm das tiefste uns von früher bekannte
Formationsglied erreicht haben. Von ähnlichem Charakter wie bei Hwai-ngan sind
die untersten Sedimente am Ta-Tshing-shan (S. 353), von denen wir schwarze,
sehr feste und dichte thonige Schiefer, feste Sandsteine und graue Quartzite erwähn-
ten, ohne ihre Schichtenfolge genauer feststellen zu können. Als das nächst jüngere
Glied fanden wir dort die sehr stark kieseligen Kalke bei Hsi-ying-tsœ, die eben-
falls der in unserm früheren Profil mit a bezeichneten Stufe petrographisch ana-
log sind.
Ich habe schon oben (S. 318) darauf hingewiesen, dass diese tieferen Theile
der Sinischen Formation im nördlichen Tshili sich von den ungefähr gleichaltrigen
Gebilden in Shantung und Liautung wesentlich unterscheiden und ihnen gegenüber
den Charakter von Tiefsee-Gebilden tragen, während das obersinische Niveau der
globulitischen Kalke überall gleichartig ist. Es findet nun, wenn wir die Formation
weiter verfolgen, eine eigenthümliche Aenderung statt. Die beiden Orte, an denen
wir das tiefste Glied fanden, Hwai-ngan und Hsi-ying-tsœ, liegen ungefähr in der
Fortsetzung unserer früheren Durchschnittslinie (Tafel III), welche nahezu rechtwinklig
zu dem Gebirgsstreichen des Gneiss, somit zu der rrältesten Anordnung der Gegend,
gerichtet war. Gehen wir von ihr aus nach Südwesten, so sind alle tiefen Glieder
der Sinischen Formation verschwunden. Dort lagern die Gesteine der höheren
Stufen unmittelbar auf Gneiss. Dies ist deutlich ersichtlich an dem Durchschnitt
von Hci-ku-tsœ (S. 358), sowie in den Auflagerungen auf dem Mau-tou-shan (S. 363)
und dem nördlichen Theil des Wu-tai-shan (S. 365). Es scheint daher, dass die
Oberfläche des Gneiss sich im Anfang der Sinischen Periode von SW nach NO stark
abdachte, so dass im Nordosten viele tausend Fuss von Kalksteinen sich in einem
tiefen Meer auf ihr ablagern konnten, und erst in der Aera der globulitischen Kalke
ein allgemeiner und gleichförmiger Absatz stattfand, der im Nordosten jetzt als das
höchste Glied der langen Reihe Sinischer Sedimente erscheint, während er im
Südwesten als das tiefste dem Gneiss unmittelbar aufsitzt. — Der Wu-tai-shan
bildet die südöstliche Grenze dieser Art des Aufbaues der Sinischen Schichten, wie
er überhaupt ein durchaus eigenartiges Gebiet abschliesst. So wie wir ihn über-
schritten haben, finden wir um Wu-tai-hsien wieder tiefere Glieder der Sinischen
Reihe entwickelt. Mein Weg war jedoch für ihre eingehendere Untersuchung
nicht günstig.
5. Kohlenkalk und Steinkohlenformation. — Aus dem weiten Ver-
breitungsgebiet, welches diese Formationen im mittleren Shansi haben, erstrecken
sie sich bei Hsin-tshon in die nördliche Abtheilung der Provinz hinein. Soweit mir
ihr Vorkommen hier bekannt ist, werde ich im nächsten Capitel bei der ausführ-
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