National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Table of Contents -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
Citation Information
OCR Text
bezeichnet. Man gewinnt eine schwarze bituminöse Glanzkohle von vortrefflicher
Beschaffenheit, und in grossen Stücken, was auf eine regelmässige Lagerung hinweist.
Die Kohle geht auf dem Fönn-hö und Hwang-hö hinab, und wird auf dem ebenfalls
schiffbaren Wei durch einen grossen Theil des Thales dieses Flusses, bis jenseits Hsi-
ngan-fu, verkauft.
Ueber das Vorkommen von Kohle nördlich von Ki-tshöu ist nichts bekannt; denn
diese Gegenden sind ganz abgelegen. Ich sprach nur einige katholische Missionare, die
dort gewesen waren. Sollte, wie es wahrscheinlich ist, dort Kohle in allgemeinerer
Verbreitung vorkommen, so würde sie nur für den örtlichen Bedarf zu verwenden sein
und daher die Aufmerksamkeit nicht auf sich gezogen haben. Erst in den zu Fönn-tshön-fu
gelegenen Kreisen Ning-hsiang-hsien und Lin-hsien wurde mir das Auftreten von Kohle
durch die genannten Quellen bekannt. Ausserdem wussten die Missionare nur zu berichten,
dass in den Gegenden nach dem Gelben Fluss hin allenthalben viel Kohle vorhanden sei.
Von Ho-ma-tshönn bis Ngan-yi-hsien. — Wenn man bei Ho-ma-tshönn
den Kwéi-hö überschritten hat, führt der Weg sofort wieder aus dem Thalalluvium auf
Löss. Der Anstieg ist gering. In Ermangelung anstehenden Gesteins gestatten nur die
zahlreich vorhandenen eckigen Bruchstücke einen Schluss auf den Bau der Umgebungen.
Schon bei früheren Gelegenheiten fanden wir, dass dort, wo der Löss sich an felsige
Gebirgsgehänge lehnt, Schuttmassen, die von letzteren stammen, sich in flach geneigten
Lagen weithin in ihm ausbreiten und seine Continuität unterbrechen. Hier sind sie
besonders häufig und zeigen mit Sicherheit die Nähe des Gebirges an, welches der trüben
Atmosphäre wegen nicht zu sehen war. Hornblendegneiss und schwarze Si-
nische Kalke herrschen weitaus vor, und es unterliegt keinem Zweifel, dass diese
alten Formationen den Rand des grossen Kohlenbeckens bilden. In langen Serpentinen
führt der Weg um die schroffen Einschnitte in Löss herum und erreicht die grösste Höhe
schon 220 Fuss über dem Thal des Kwéi bei dem Dorf Li-wan-tshönn. Der Pass
scheint eine breite und tiefe Einsenkung in höherem Gebirge zu sein; denn im Osten
erhebt sich der Yo-shong-shan oder das Gnomengebirge, dessen zerrissene, die krystalli-
nischen Schiefer verrathende Nordgehänge ich früher vom Pass Hsi-wu-ling (S. 417)
gesehen hatte; und die wenigen Fernblicke, welche ich am folgenden Tag auf das Land
im Westen des Passes hatte, zeigten dort die Existenz von Gebirgen, deren relative
Höhe ich auf ungefähr 2500 Fuss schätzte.
Unmerklich steigt man von dem Pass in südwestlicher Richtung 160 Fuss hinab
nach der Stadt Wönn-hsi-hsien an dem Fluss Sö-shui. An dem anscheinend reichen
Ort gibt es viele monumentale Bauwerke, insbesondere Tempel und Ehrenpforten; auch
führt eine grosse Steinbrücke über den Fluss. Das dazu verwendete Material ist fast
ausschliesslich schwarzer globulitischer Sinischer Kalkstein, welcher von den nahen Bergen
im Norden kommt. Der Fluss aber bringt von Osten her Gerölle von Hornblendegneiss
herab. Von eigentlichem Alluvium ist wenig zu sehen. Die Gehänge bestehen aus
Landlöss, der flachere Thalboden aus Seelöss.
Bei dem Marktflecken Kwo-tien-tshönn verliess ich die grosse Strasse, welche von
hier gegen Pu-tshön-fu weiter führt, und wandte mich südwärts, nach Ngan-yi-hsien,
um die in Shansi weit berühmten Salzwerke von Lu-tsun zu besuchen. Bei Shui-tu-
tshönn überschritt ich den Sö-shui. Aus dem ebenen salzigen Thalboden führt der Weg
auf eine nur 50 Fuss hohe, sehr flache, aber doch terrassirte und durchfurchte Welle
von Landlöss, die erst weiter östlich zu grösseren Höhen allmälig ansteigt. Jenseits
geht es unmerklich abwärts; aber doch befand ich mich in der volkreichen Stadt Ngan-
yi-hsien bereits 220 Fuss tiefer als in Shui-tu-tshönn. Die breite Welle trägt Felder
und vereinzelte Dörfer; es wird Baumwolle, Weizen und Tabak gebaut; aber nur so
weit als der Landlöss reicht. Mit dem ebenen Boden der tieferen Stufe erreichen wir
wieder den weisslich gefärbten unfruchtbaren See-Löss, welcher geschichtet und von
Kalk und alkalischen Salzen erfüllt ist.
Salzwerke von Lu-tsun. — Als ich in Ngan-yi-hsien ankam, wurde die Atmo-
sphäre klarer. Es zeigte sich, dass der Löss gegen Osten, nach dem hohen Zug des
Tshü-yu-shan allmälig ansteigt. Im Westen ist anscheinend Ebene. In imposantem For-
men steigt in geringer Entfernung gegen Süden der Steilabfall eines langen mauerförmigen
Gebirges, des Feng-tien-shan (hier auch Nan-shan genannt), an. Es schien, als ob auch
dorthin die Ebene fortsetze und scharf an dem Fuss des Gebirges abschneide. Ich
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
14
.
.
.
.
|
.
.
.
.
24
.
.
.
.
|
.
.
.
.
34
.
.
.
.
|
.
.
.
.
44
.
.
.
.
|
.
.
.
.
54
.
.
.
.
|
.
.
.
.
64
.
.
.
.
|
.
.
.
.
74
.
.
.
.
|
.
.
.
.
85
.
.
.
.
|
.
.
.
.
95
.
.
.
.
|
.
.
.
.
105
.
.
.
.
|
.
.
.
.
115
.
.
.
.
|
.
.
.
.
125
.
.
.
.
|
.
.
.
.
135
.
.
.
.
|
.
.
.
.
146
.
.
.
.
|
.
.
.
.
156
.
.
.
.
|
.
.
.
.
166
.
.
.
.
|
.
.
.
.
176
.
.
.
.
|
.
.
.
.
186
.
.
.
.
|
.
.
.
.
196
.
.
.
.
|
.
.
.
.
207
.
.
.
.
|
.
.
.
.
217
.
.
.
.
|
.
.
.
.
227
.
.
.
.
|
.
.
.
.
237
.
.
.
.
|
.
.
.
.
247
.
.
.
.
|
.
.
.
.
257
.
.
.
.
|
.
.
.
.
267
.
.
.
.
|
.
.
.
.
277
.
.
.
.
|
.
.
.
.
287
.
.
.
.
|
.
.
.
.
297
.
.
.
.
|
.
.
.
.
307
.
.
.
.
|
.
.
.
.
317
.
.
.
.
|
.
.
.
.
327
.
.
.
.
|
.
.
.
.
337
.
.
.
.
|
.
.
.
.
348
.
.
.
.
|
.
.
.
.
358
.
.
.
.
|
.
.
.
.
368
.
.
.
.
|
.
.
.
.
378
.
.
.
.
|
.
.
.
.
388
.
.
.
.
|
.
.
.
.
398
.
.
.
.
|
.
.
.
.
408
.
.
.
.
|
.
.
.
.
418
.
.
.
.
|
.
.
.
.
429
.
.
.
.
|
.
.
.
.
439
.
.
.
.
|
.
.
.
.
449
.
.
.
.
|
.
.
.
.
459
.
.
.
.
|
.
.
.
.
469
.
.
.
.
|
.
.
.
.
479
.
.
.
483
484
485
486
487
.
489
.
.
.
.
|
.
.
.
.
499
.
.
.
.
|
.
.
.
.
509
.
.
.
.
|
.
.
.
.
519
.
.
.
.
|
.
.
.
.
529
.
.
.
.
|
.
.
.
.
539
.
.
.
.
|
.
.
.
.
550
.
.
.
.
|
.
.
.
.
560
.
.
.
.
|
.
.
.
.
570
.
.
.
.
|
.
.
.
.
581
.
.
.
.
|
.
.
.
.
591
.
.
.
.
|
.
.
.
.
601
.
.
.
.
|
.
.
.
.
611
.
.
.
.
|
.
.
.
.
622
.
.
.
.
|
.
.
.
.
632
.
.
.
.
|
.
.
.
.
642
.
.
.
.
|
.
.
.
.
652
.
.
.
.
|
.
.
.
.
662
.
.
.
.
|
.
.
.
.
672
.
.
.
.
|
.
.
.
.
682
.
.
.
.
|
.
.
.
.
692
.
.
.
.
|
.
.
.
.
702
.
.
.
.
|
.
.
.
.
712
.
.
.
.
|
.
.
.
.
722
.
.
.
.
|
.
.
.
.
732
.
.
.
.
|
.
.
.
.
742
.
.
.
.
|
.
.
.
.
752
.
.
.
.
|
.
.
.
.
762
.
.
.
.
|
.
.
.
.
772
.
.
.
.
|
.
.
.
.
782
.
.
.
.
|
.
.
.
.
792
.
.
.
.
|
.
.
.
.
803
.
.
.
.
|
.
.
.
.
813
.
.
.
.
|
.
.
.
.
823
.
.
.
.
|
.
.
.
.
834
.
.
.
.
|
.
.
846
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.