National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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453
Theil des südlichen Shansi aus, und jede Störung, die eine Gruppe betroffen hat,
hat die beiden anderen ebenso beeinflusst. Die Mächtigkeit der liegenden Kalke
vermag ich nicht anzugeben, da ich ihre Unterlage an keiner Stelle beobachtet
habe. Doch ist 2000 Fuss das Minimum derselben. Die kohlenführende Abthei-
lung ist nur 300 bis 600 Fuss mächtig, während die hangenden Sandsteine gegen
3000 Fuss erreichen dürften. Für die gesammte Formation wird 5500 bis 6000 Fuss
wahrscheinlich eine erheblich zu geringe Schätzung sein. Für die stratigraphische Ent-
wickelung der ersten Gruppe habe ich nur wenig Beobachtungen angeführt. Betreffs
derjenigen der zweiten verweise ich auf die bei verschiedenen Gelegenheiten (auf
SS. 407, 408, 411, 420, 435 etc.) gegebenen Beschreibungen. Die Schichtenfolge der
dritten Gruppe ist nur einmal (S. 414—15) auseinandergesetzt. Die Altersbestimmung
der kohlenführenden Gruppe liess sich mit Sicherheit aus den Pflanzen von Fong-tai und
den thierischen Versteinerungen von San-tiau-hö ausführen. Diejenige des Kohlenkalkes
ergibt sich ebenso aus der Lagerung, als aus der Analogie mit der Entwickelung
dieser Formation in anderen Gegenden. Unbestimmt bleibt das Alter der Sandsteine,
welche entweder einem Theil der europäischen Steinkohlenformation, oder dem
Rothliegenden entsprechen werden.
4. Jüngste Gebilde. — Die Gebilde zwischen Rothliegendem und Lias,
welche wir in Tshili entwickelt fanden, scheinen im südlichen Shansi gänzlich zu
fehlen; wenigstens sind sämmtliche gebirgsbildende Formationen entlang meinen
Reisewegen den im Vorhergehenden genannten Altersstufen einzureihen. Vulcanische
Gesteine finden sich ebenso wenig, wie die Porphyre früherer Zeitalter. Ob die Salz-
thone bei Ngau-yi-hsien einer besonderen Stufe angehören, mussten wir dahingestellt
sein lassen. Doch ist es nicht wahrscheinlich. Land-Löss und See-Löss, beide
in grosser Massenhaftigkeit auftretend, lagern theils sichtlich unmittelbar auf dem
festen Gebirgsgerüst, theils füllen sie die grossen Becken aus, deren Boden sich
der Beobachtung entzieht. Im Verhältniss zu ihnen ist die Raumausbreitung der
Alluvien verschwindend klein.
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