National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Meereshöhe Beschreibung im
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1. Das Becken von Ta-tung-fu . . . . . . 4000 Fuss S. 359—362
2. Das Becken von Tai-tshöu und Hsiu-tshön 3500 bis 2900 Fuss S. 371
3. Das Becken von Tai-yuen-fu . . . . . . 2800 Fuss S. 428
4. Das Becken von Ping-yang-fu . . . . . . 1600 » S. 416—425
5. Das Becken von Kiang-tshöu . . . . . . 1350 » S. 445
6. Das Becken von Kuai-tshön . . . . . . 1300 bis 870 Fuss S. 449—450
Jedes einzelne von diesen Becken ist einst von einem See erfüllt gewesen, wie die
kalk- und salzhaltigen Ablagerungen an ihrem Boden beweisen. Im Hinblick auf
die stufenartige Anordnung der Meereshöhen könnte man vermuthen, dass die
Becken ehemals Staffeln in einem einzigen Flusslauf bezeichneten und somit ein
zusammenhängendes System von Seen bildeten. Dies gilt zwar von der Gruppe
3, 4, 5, welche vom Fönn-hö durchströmt werden. Allein das erste und zweite
Becken sind stets unabhängig, und ebenso von einander wie von dem dritten ge-
trennt gewesen. Sie werden heute von dem Sang-kan-hö und dem Hu-to-hö ent-
wässert, welche selbständig nach der Grossen Ebene hinabfliessen. Nicht minder
unabhängig ist das sechste Becken, welches auch in anderen Beziehungen eine
Sonderstellung einnimmt.
Betrachten wir noch einmal kurz die in den vorigen Capiteln ausführlich dar-
gestellten Besonderheiten dieser einzelnen grossen Einsenkungen.
1. Das Becken von Ta-tung-fu ist von SW nach NO gestreckt; es hat
eine Länge von 70, eine Breite von 14 g. M. und ein Areal von 60 deutschen
Quadratmeilen. Die nordwestliche Seite ist ein Steilabfall von 1500 bis 2500 Fuss
Höhe, welcher eine Verwerfungskluft bezeichnet und von geringen Lössanhäufungen
am Fuss begleitet wird. Die gegenüberliegenden Gehänge sind gegliedert, steigen
allmälig an und sind in Löss hoch hinauf eingehüllt. Mitten aus dem Becken
erhebt sich eine vulcanische Inselreihe; die Ausfüllungen sind in hohem Maass
salzhaltig; es werden aus ihnen Kali- und Natron-Salze gewonnen. Grosse Flächen
werden von Sand eingenommen; überhaupt ist der Boden von sehr geringer Frucht-
barkeit. Die Gewässer sammeln sich im Sang-kan-hö, welcher das Becken, wie es
scheint, durch eine tief im festen Gebirge eingeschnittene Kluft verlässt. Abseits
von der unmittelbaren Einfassung schliesst sich im Westen Plateauland an, im
Osten ein nach der Streichrichtung SW—NO gegliedertes Gebirgsland. Nordwärts
steigt man zu dem 4500 bis 5000 Fuss hoch gelegenen Becken von Tshang-
tsai-yan an und gelangt bald in abflussloses Land.
2. Das Becken von Tai-tshöu und Hsin-tshöu wird durch den süd-
westlichsten Ausläufer des Wu-toi-shan in zwei Theile getrennt. Der nördliche
hat eine Länge von ungefähr 60 g. M., bei verhältnissmässig geringer Breite, und
zieht bogenförmig um den Abfall des genannten Gebirges. Die nordwestliche Thal-
wand ist flacher und zugleich lössreicher als die südöstliche. Wahrscheinlich finden
durch Querverbindungen noch Abschnürungen in einzelne Becken statt, wodurch
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