National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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den Plateau-Bau im Osten abschliessenden Bruchlinien, den einzelnen abgesunkenen
oder durch Faltung entstandenen Staffeln des Gebirgsabfalls aufsitzen. Wir kennen
sie am Weg von Ping-ting-tshöu nach Osten¹). Ihre weitere Verbreitung lasst
sich als selbstverständlich voraussetzen. Positive Information besitze ich nur betreffs
der Gegend von Tsz'-tshöu, wo ein grösseres Vorkommen von Anthracit sein soll.
Eines oder das andere dieser fragmentarischen östlichen Bruchrand-Kohlenfelder
mag noch von einigem Werth sein, wie dasjenige von Hwai-king-fu es in sehr
hohem Maass ist; aber in der Mehrzahl der Fälle wird wahrscheinlich der Anthracit
dieselbe Zerdrückung und Zertrümmerung erlitten haben, wie an den Stellen, wo
ich ihn an meinem Weg beobachtete. Eine örtliche Bedeutung, zur Versorgung
der Umgegend, wird vermuthlich jedes einzelne Vorkommen haben, und es ist
nicht unwahrscheinlich, dass das Quantum der Förderung gerade bei ihnen gegen-
wärtig nicht unbedeutend ist; aber bei der Betrachtung des ökonomischen Werthes
des Anthracitgebietes für die Zukunft dürften sie, mit Ausnahme von Hwai-king-fu,
eine im Verhältniss zu dem Nachbargebiet verschwindende Grosse bilden.
2. Das Gebiet der bituminösen Kohle im südwestlichen Shansi. —
Unmittelbar westlich von der Linie des Hô-shan fanden wir an mehreren Stellen
Gruben, in welchen bituminöse Kohle gefördert wird, von der Nachbarschaft
von Kü-wn-hsien im Süden²) bis Yi-tang-tshönn (S. 428) am Eingang des Beckens
von Tai-yüen, im Norden, d. i. durch eine Strecke von 90 g. Meilen. In der
nördlichen Fortsetzung derselben Linie soll Kohle von ähnlichen Eigenschaften im
Nordosten von Tai-yüen-fu vorkommen. Das ganze, zwischen der Linie des Hô-
shan und der Bruchspalte des Ngu-shan eingeschlossene Gebiet können wir als die
Kohlenzone des Fönn-hô bezeichnen. Ihr Westrand ist mit Kohlengruben
besetzt. Es gehören hieher, wenn wir von Süden anfangen, diejenigen von Tai-
ping-hsien, Lin-fenn-hsien, Hung-tung-hsien, Shau-tshöng-hsien, Ling-shi-hsien,
Hsiau-i-hsien; dann, nordwestlich von dem Becken von Tai-yüen, diejenigen von
Wonn-shui-hsien, Klau-tshöng-hsien, Tai-yüen-hsien, und wahrscheinlich auch noch
weiter nördlich die Gruben im Westen von Hsin-tshöu und Kwo-hsien. Die Breite
der Zone beträgt von 25 bis 30 g. M.; ihr Areal, wenn wir die Erstreckung bis
Kwo-hsien annehmen, ungefähr 260 deutsche Quadratmeilen.
Die Kohlenförderung ist am lebhaftesten dort, wo der Kohlenkalstein über
dem Niveau der Thäler liegt, und die über ihm lagernden Kohlengebilde dadurch
leicht zugänglich sind. Dies ist der Fall von Tai-yüen-hsien bis Hô-tshöu. Von
hier aus gegen Süden senken sich die Kalksteine hinab, so dass sie die Oberfläche
nicht erreichen, und die Kohlengebilde erscheinen unter dem Löss an den Seiten
der grossen Mulde. Da die in grösserer Zahl vorhandenen Flöze im Ausbeissen
der Schichten in der Regel verdrückt sind, und der Bergbau an jedem einzelnen
Ort nur Ein Flöz erschliesst, so war es mir nicht möglich, einen Begriff von
der Gesammtmächtigkeit der Kohle zu erhalten; doch ist dieselbe im Durchschnitt
wahrscheinlich nicht unter 25 Fuss.
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