National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Table of Contents -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
Citation Information
OCR Text
und nach Kwei-hwa-tshong gingen. Andere Züge von Kameelen trugen Thee,
meist Ziegelthee, und Tabak von Kü-wou-hsien. Aus dem benachbarten Thal von
Hsiu-tshóu kamen Holzsparren, Balken, Räder und Achsen für Wagen etc. Lange
Züge von Eseln brachten, obgleich es Winter war, Früchte von Tai-yuén-fu, be-
sonders Weintrauben. Ausserdem sind noch Zucker, Eisenwaaren, »Medicinen«
aller Art, Papier und andere Gegenstände zu erwähnen. Angesichts dieses bedeu-
tenden Frachtverkehrs in der Richtung nach Norden kommen von dort nur wenige
Handelsartikel, und sie stellen einen geringen Werth dar. Der hauptsächlichste
schien Oel zu sein, das in den hochgelegenen Losslandern im Norden der Grossen
Mauer aus einem Gemenge von Leinsamen und Senf bereitet wird; ferner Potasche,
Soda und Salz. Junge Maulthiere begleiten fast jeden Lastzug nach Süden. Ki-
hsieu in der Ebene von Tai-yuén-fu ist der Hauptmarkt für ihren Verkauf. Mon-
golische Schafe und Rinder zur Nahrung für die Mohamedaner, und Schweine für
den Tisch der Chinesen vereinigen sich nach langer Wanderung aus verschiedenen
Theilen der Mongolei am Pass Yen-monn-kwan. Sie werden grossentheils auf dem
wichtigen mongolischen Markt in Lauua-miau gekauft.
So bietet die Provinz Shansi im Kleinen ein Bild einer eigenthümlichen Han-
delsbewegung, welche wir später, bei der Betrachtung der letzteren in Beziehung
auf ganz China, im Grossen wiederfinden werden, nämlich das Bild eines unauf-
hörlichen Strömens der Producte des Südens gegen Norden, ohne dass dieser im
Stande ist, einen annähernd adäquaten Betrag von Erzeugnissen zum Ausgleich
zurückzusenden. Im kleinsten Maassstab ist diese Bewegung schon innerhalb der
Grenzen von Shansi wahrzunehmen, indem sie von jedem einzelnen Becken gegen
das nächst nördlichere stattfindet und bis über die Nordgrenze hinaus in die Mon-
golei fortsetzt, wo die chinesischen Ansiedlungen mit Weizenmehl und die Bewoh-
ner im Allgemeinen mit Tabak von Shansi versorgt werden. Von der Steppe
allein kommen Erzeugnisse in hinreichender Menge zurück, um eine Handelsbilanz
herbeizuführen; aber es ist nicht ersichtlich, dass eine solche innerhalb der Provinz
geschehen kann. Nehmen wir die letztere als Ganzes, so reichen ihre gesammten
landwirthschaftlichen Producte nicht hin, um die grosse Bevölkerung zu ernähren
und zu kleiden. Daher findet eine grosse Zufuhr von Getreide, Baumwolle und
Kleidungsstoffen von Osten und Süden her statt. Rechnet man dazu die erheb-
lichen Importe von südchinesischen und überseeischen Producten, so hat Shansi
ausserordentlich hohe Summen für die Beschaffung der nothwendigsten Lebens-
bedürfnisse zu decken. Nun besitzt es zwar einen ungeheuren Reichthum an Koh-
len und Eisen; aber der Gewinn daraus ist nur von mässiger Bedeutung. Könnten
wir auch den Werth der jährlichen Eisenproduction auf 24 Millionen Mark schätzen,
so fällt doch diese Summe bei einer Bevölkerung von 17 Millionen wenig in's
Gewicht; auch bleibt ein sehr erheblicher Theil des Eisens im Lande selbst.
Wahrscheinlich reicht der Gewinn nicht weiter, als die Bewohner der betreffenden
Districte auf unsrer östlichsten Kohlenterrasse (Tsó-tshóu-fu, Lu-ngan-fu, Ping-
ting-tshóu) in Stand zu setzen, ihre Bedürfnisse von der benachbarten Grossen
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
14
.
.
.
.
|
.
.
.
.
24
.
.
.
.
|
.
.
.
.
34
.
.
.
.
|
.
.
.
.
44
.
.
.
.
|
.
.
.
.
54
.
.
.
.
|
.
.
.
.
64
.
.
.
.
|
.
.
.
.
74
.
.
.
.
|
.
.
.
.
85
.
.
.
.
|
.
.
.
.
95
.
.
.
.
|
.
.
.
.
105
.
.
.
.
|
.
.
.
.
115
.
.
.
.
|
.
.
.
.
125
.
.
.
.
|
.
.
.
.
135
.
.
.
.
|
.
.
.
.
146
.
.
.
.
|
.
.
.
.
156
.
.
.
.
|
.
.
.
.
166
.
.
.
.
|
.
.
.
.
176
.
.
.
.
|
.
.
.
.
186
.
.
.
.
|
.
.
.
.
196
.
.
.
.
|
.
.
.
.
207
.
.
.
.
|
.
.
.
.
217
.
.
.
.
|
.
.
.
.
227
.
.
.
.
|
.
.
.
.
237
.
.
.
.
|
.
.
.
.
247
.
.
.
.
|
.
.
.
.
257
.
.
.
.
|
.
.
.
.
267
.
.
.
.
|
.
.
.
.
277
.
.
.
.
|
.
.
.
.
287
.
.
.
.
|
.
.
.
.
297
.
.
.
.
|
.
.
.
.
307
.
.
.
.
|
.
.
.
.
317
.
.
.
.
|
.
.
.
.
327
.
.
.
.
|
.
.
.
.
337
.
.
.
.
|
.
.
.
.
348
.
.
.
.
|
.
.
.
.
358
.
.
.
.
|
.
.
.
.
368
.
.
.
.
|
.
.
.
.
378
.
.
.
.
|
.
.
.
.
388
.
.
.
.
|
.
.
.
.
398
.
.
.
.
|
.
.
.
.
408
.
.
.
.
|
.
.
.
.
418
.
.
.
.
|
.
.
.
.
429
.
.
.
.
|
.
.
.
.
439
.
.
.
.
|
.
.
.
.
449
.
.
.
.
|
.
.
.
.
459
.
.
.
.
|
.
.
.
.
469
.
.
.
.
|
.
.
.
.
479
.
.
.
.
|
.
.
.
.
489
.
.
.
.
|
.
.
.
.
499
.
.
.
.
|
.
.
.
.
509
.
.
.
.
|
.
.
.
.
519
.
.
.
.
|
.
.
527
528
529
530
531
.
.
|
.
.
.
.
539
.
.
.
.
|
.
.
.
.
550
.
.
.
.
|
.
.
.
.
560
.
.
.
.
|
.
.
.
.
570
.
.
.
.
|
.
.
.
.
581
.
.
.
.
|
.
.
.
.
591
.
.
.
.
|
.
.
.
.
601
.
.
.
.
|
.
.
.
.
611
.
.
.
.
|
.
.
.
.
622
.
.
.
.
|
.
.
.
.
632
.
.
.
.
|
.
.
.
.
642
.
.
.
.
|
.
.
.
.
652
.
.
.
.
|
.
.
.
.
662
.
.
.
.
|
.
.
.
.
672
.
.
.
.
|
.
.
.
.
682
.
.
.
.
|
.
.
.
.
692
.
.
.
.
|
.
.
.
.
702
.
.
.
.
|
.
.
.
.
712
.
.
.
.
|
.
.
.
.
722
.
.
.
.
|
.
.
.
.
732
.
.
.
.
|
.
.
.
.
742
.
.
.
.
|
.
.
.
.
752
.
.
.
.
|
.
.
.
.
762
.
.
.
.
|
.
.
.
.
772
.
.
.
.
|
.
.
.
.
782
.
.
.
.
|
.
.
.
.
792
.
.
.
.
|
.
.
.
.
803
.
.
.
.
|
.
.
.
.
813
.
.
.
.
|
.
.
.
.
823
.
.
.
.
|
.
.
.
.
834
.
.
.
.
|
.
.
846
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.