National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Table of Contents -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
Citation Information
OCR Text
über dem Thalboden ich auf 6 bis 8000 Fuss schätzte. Selbst ihre Namen scheinen
anzudeuten, dass mindestens in einer Strecke von 70 g. M., von Mien-hsien bis
östlich von Yang-hsien, das Thal unmittelbar von Hochgipfeln überragt wird, welche
eine von den schluchartigen Thalausgängen durchbrochene fortlaufende Kette bilden
und wahrscheinlich geologisch zusammengehörig sind; denn wenn schon die Namen
Yün-wu-shan (»Wolken- und Nebel-Berg«) und Tien-tai-shan (»Himmelsaltarberg«),
mit welchen man die letzten Höhen zu beiden Seiten des Austrittes des Hei-lung-
kiang bezeichnet, in der Regel nur für erhabene Kuppen gebraucht werden, so
wiederholt sich auch in der ferneren östlichen Fortsetzung noch einmal der Name
Ta-pai-shan (»grosser weisser Berg«) hier am Rand des Südgehänges. Die Höhe
dieser Randgipfel schien mir nach Osten hin zuzunehmen.
Eine dritte Eigenthümlichkeit, welche mit den beiden anderen eng zusammen-
hängt, ist der von Rand zu Rand hervortretende massige Bau des Gebirges.
Es fehlt jene reiche und feine innere Gliederung, welche in anderen Hochgebirgen,
vor Allem in den Alpen, hervortritt; wir sehen keine Centralkette mit kühn geform-
ten Gipfeln und tief eingeschnittenen Pässen, welche durch tiefe und breite Ein-
senkungen von anderen Gipfelzügen getrennt wäre. Es findet auch nicht eine
allmälige Abdachung von Kette zu Kette, von der Axe gegen die Ränder hin,
statt. Die Gesammtform ist plump, wallartig. In allen Theilen sind die absoluten
Höhen der Kämme und Gipfel bedeutend. Ein Reliefbild würde unendlich viel
Detail, besonders in den rechtwinklig zum Streichen endlos zerschnittenen, senkrecht
aufragenden Schichtmassen des Gneiss der südlichen Zone, zeigen, aber wenig
allgemeine Züge hervortreten lassen. Es fehlt daher der reizvolle Wechsel, der
durch die Anordnung der landschaftlichen Elemente in grosse, verschiedenartig
gegliederte Gruppen entsteht.
Sehr bemerkenswerth ist die Art, wie die Stromsysteme eingesenkt
sind. In einem Reliefbild des Gebirges würden sie sich als verzweigte Systeme
enger Rinnsale kennzeichnen, deren Hauptadern nicht Ungleichartigtes trennen,
sondern nur schmale Einschnitte in gleichmässig fortstreichenden Gebirgsgliedern
bilden. Tektonische Thäler, welche in erster Linie durch Faltung oder Verwerfung
entstehen und durch Auswaschung nur weitere Gestaltung gewinnen, spielen eine
untergeordnete Rolle; denn sie sind nur in kurzen Nebenfurchen vertreten. Weitaus
überwiegend an Bedeutung sind solche Thalfurchen, deren Entstehung ausschliess-
lich der Erosion zugeschrieben werden muss. Bei einem Gebirge, welches, wie das
skandinavische, in seinem Grundbau aus wesentlich gleichartigen, wenn auch durch
Faltung noch so steil aufgerichteten geschichteten Gesteinen besteht, kann uns das
Bestehen eines ähnlichen Verhältnisses nicht wundern; und doch ist es dort
viel weniger ausgesprochen¹). Wo aber ein Gebirge aus parallelen und in ihrem
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
14
.
.
.
.
|
.
.
.
.
24
.
.
.
.
|
.
.
.
.
34
.
.
.
.
|
.
.
.
.
44
.
.
.
.
|
.
.
.
.
54
.
.
.
.
|
.
.
.
.
64
.
.
.
.
|
.
.
.
.
74
.
.
.
.
|
.
.
.
.
85
.
.
.
.
|
.
.
.
.
95
.
.
.
.
|
.
.
.
.
105
.
.
.
.
|
.
.
.
.
115
.
.
.
.
|
.
.
.
.
125
.
.
.
.
|
.
.
.
.
135
.
.
.
.
|
.
.
.
.
146
.
.
.
.
|
.
.
.
.
156
.
.
.
.
|
.
.
.
.
166
.
.
.
.
|
.
.
.
.
176
.
.
.
.
|
.
.
.
.
186
.
.
.
.
|
.
.
.
.
196
.
.
.
.
|
.
.
.
.
207
.
.
.
.
|
.
.
.
.
217
.
.
.
.
|
.
.
.
.
227
.
.
.
.
|
.
.
.
.
237
.
.
.
.
|
.
.
.
.
247
.
.
.
.
|
.
.
.
.
257
.
.
.
.
|
.
.
.
.
267
.
.
.
.
|
.
.
.
.
277
.
.
.
.
|
.
.
.
.
287
.
.
.
.
|
.
.
.
.
297
.
.
.
.
|
.
.
.
.
307
.
.
.
.
|
.
.
.
.
317
.
.
.
.
|
.
.
.
.
327
.
.
.
.
|
.
.
.
.
337
.
.
.
.
|
.
.
.
.
348
.
.
.
.
|
.
.
.
.
358
.
.
.
.
|
.
.
.
.
368
.
.
.
.
|
.
.
.
.
378
.
.
.
.
|
.
.
.
.
388
.
.
.
.
|
.
.
.
.
398
.
.
.
.
|
.
.
.
.
408
.
.
.
.
|
.
.
.
.
418
.
.
.
.
|
.
.
.
.
429
.
.
.
.
|
.
.
.
.
439
.
.
.
.
|
.
.
.
.
449
.
.
.
.
|
.
.
.
.
459
.
.
.
.
|
.
.
.
.
469
.
.
.
.
|
.
.
.
.
479
.
.
.
.
|
.
.
.
.
489
.
.
.
.
|
.
.
.
.
499
.
.
.
.
|
.
.
.
.
509
.
.
.
.
|
.
.
.
.
519
.
.
.
.
|
.
.
.
.
529
.
.
.
.
|
.
.
.
.
539
.
.
.
.
|
.
.
.
.
550
.
.
.
.
|
.
.
.
.
560
.
.
.
.
|
.
.
.
.
570
.
.
.
.
|
.
.
.
.
581
.
.
.
.
|
.
.
.
.
591
.
.
.
.
|
.
.
.
.
601
.
.
.
.
|
.
.
.
.
611
.
.
.
.
|
617
619
620
621
622
.
.
.
.
|
.
.
.
.
632
.
.
.
.
|
.
.
.
.
642
.
.
.
.
|
.
.
.
.
652
.
.
.
.
|
.
.
.
.
662
.
.
.
.
|
.
.
.
.
672
.
.
.
.
|
.
.
.
.
682
.
.
.
.
|
.
.
.
.
692
.
.
.
.
|
.
.
.
.
702
.
.
.
.
|
.
.
.
.
712
.
.
.
.
|
.
.
.
.
722
.
.
.
.
|
.
.
.
.
732
.
.
.
.
|
.
.
.
.
742
.
.
.
.
|
.
.
.
.
752
.
.
.
.
|
.
.
.
.
762
.
.
.
.
|
.
.
.
.
772
.
.
.
.
|
.
.
.
.
782
.
.
.
.
|
.
.
.
.
792
.
.
.
.
|
.
.
.
.
803
.
.
.
.
|
.
.
.
.
813
.
.
.
.
|
.
.
.
.
823
.
.
.
.
|
.
.
.
.
834
.
.
.
.
|
.
.
846
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.