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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0624 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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3. So klar dieser Gebirgsbau bis Pai-kia-tien aufgeschlossen ist, und so deutlich
sich dann wieder die Lagerungsverhältnisse von Fong-hsien aus gegen Süden ent-
wickeln, vermag ich doch nicht mit gleicher Sicherheit über die schmale, zwischen
den beiden genannten Orten gelegene Zone zu sprechen, und doch ist gerade sie
für das Verständniss des ganzen Zusammenhanges wichtig. Schon nördlich von
Pai-kia-tien hatten wir auf den Wutai-Schichten eine sehr ungleichförmige Auf-
lagerung anthracitführender, stark metamorphosirter Kalke angetroffen¹), und aus
den Thälern kommen Gerölle von Conglomeraten und Sandsteinen herab, welche
wir derselben Formation mit Wahrscheinlichkeit zurechnen durften. Da ich in
diesem Theil von China keine Steinkohle kenne, welche älter als Carbonisch ist,
so können wir als beinahe sicher annehmen, dass die Gebilde der wirklichen
Steinkohlenformation angehören. Südlich von Pai-kia-tien hatten wir dann
Schichtencomplexe von rothen schieferigen Gesteinen, Conglomeraten mit schieferigem
Bindemittel und echten Grauwackengesteinen getroffen, welche flach nördlich fallen.
Da Aehnliches sich am Wu-tai-shan findet²), war ich bei der Beobachtung an Ort
und Stelle geneigt, die Gesteine der Wutai-Formation zuzurechnen. Endlich folgten
dann zu beiden Seiten des Thales bis Fong-hsien horizontal gelagerte, nicht meta-
morphosirte graue Kalksteine, welche in Folge leichter Löslichkeit zur Höhlenbildung
neigen. Obgleich ich auf dem an Ort und Stelle gezeichneten Profil (Tafel VII)
diese Kalke mit den gleichfalls nicht metamorphischen verband, die ich südlich
von Fong-hsien traf, dürfte es doch wahrscheinlicher sein, dass sie, zusammen mit
den Conglomeraten, Schiefern und Grauwackengesteinen, das System der steinkoh-
lenführenden Gebilde aufbauen. Zu dieser Vermuthung führt zunächst das Lage-
rungsverhältniss, indem die das Grundgerüst des Gebirges aufbauenden Formationen
sonst durchaus steile Neigungen haben, diese Gebilde aber, welche sich zugleich
petrographisch von allen steil gestellten Sedimentgesteinen des Gebirges unter-
scheiden, flach liegen und, wenn ich auch den Schichtenverband wegen der Loss-
bedeckung nur an Einer Stelle (s. Fig. 105) beobachtete, doch wahrscheinlich nur
die Ueberreste einer abnorm aufgelagerten Formation sind. Dieser Schluss findet
seine Bestätigung in dem Umstand, dass theilweis nicht metamorphosirte Steinkohle
an verschiedenen Stellen des Gebirges vorkommt, wo sie den das Grundgerüst
aufbauenden Schichtgebilden nicht entstammen kann. Zwei dieser Orte liegen im
Südwesten von Fong-hsien und müssen ungefähr in die westliche Verlängerung der
in eine silurische Antikline eingeschnittenen Längsfurche des San-tshu-hô fallen.
Sie wurden auf S. 570 erwähnt. Andere Stellen liegen nordöstlich von Fong-hsien,
und ich werde noch einige in grösserer Entfernung gelegene anzuführen haben³).
4. Von Fong-hsien aus führte der Weg über ein mit grosser Klarheit aufge-
schlossenes Schichtensystem, das erst nach einer Wanderung von 140 li oder
42 g. M. mit dem Granit von Liu-pa-ting sein Ende erreicht. Rechtwinklig zu
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