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0645 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 645 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

in den Schichten (1), welche sich zu südlichem Fallen wenden, hinab und in ihnen am
Fluss weiter. Die Antikline wird vervollständigt, indem man die Kalkbank (2) von
160 Fuss, die 200 Fuss mächtigen Schieferthone (3), die 90 Fuss dicke Kalkbank (4)
verquert und endlich in die Gruppe (5) kommt, welche wieder durch die grosse Zahl
eingelagerter dünner Kalkschichten charakterisirt ist. Hier sind die Sedimentgesteine sehr
stark zusammengefaltet, weit mehr als das Profil dies darstellt.
Mit dieser Antikline und den engen Faltungen des südlichen Flügels
endigen die älteren Formationen. Hoch oben sieht man die Gehänge von
Steilwänden bunter Kalke gekrönt. Allmälig sieht man diese mit sanfter südlicher
Neigung, die von hier an ausschliesslich herrscht, abnorm auf den Schich-
ten (5) gelagert, nach dem Fluss herab und erreichen den Thalboden bei Ta-tung-tsz'.
Wir gelangen damit in eine hinsichtlich der Tektonik und des Alters der Formationen
ganz verschiedene Gegend, das eigentliche Becken von Sz'-tshwan. Die Schicht-
gebilde gruppiren sich in folgender Weise von unten nach oben, d. i. von Norden nach
Süden (s. Fig. 111 c):
A. Eine 1200 Fuss mächtige Kalksteinformation. Sie beginnt mit bunten (rothen,
gelben, grünen und weissen) dünnplattigen Kalken. Darauf liegen dickbankige Kalke,
erst grün und roth gefleckt, weiter hinauf von gelber Farbe. Dann folgt viel gelber
Dolomit, der von weisslichgrauen klotzigen Kalken überlagert wird. — Diese Kalk-
steinformation, welche W—O streicht und 30° südlich fällt, bildet für eine Strecke
die letzten schroffen Wände am Fluss. Sie findet sich auch in anderen Theilen von
Sz'-tshwan und ist wahrscheinlich dem Perm oder der Trias angehörig.
B. Kohlenführende Formation von Kwang-yüèn. Unmittelbar über dem
Kalkstein lagern:
1) Sandige und thonig sandige Gesteine von gelben und grauen Färbungen,
meist dünn geschichtet. Im untersten Theil deuten alte Halden auf die Existenz
eines Kohlenflözes. Mächtigkeit 1000 Fuss.
2) Ein 200 Fuss mächtiger Wechsel von grauen pflanzenführenden Schiefer-
thonen und mürben Sandsteinen, welche mit Pflanzenstengeln erfüllt
sind. Darin liegen zwei Flöze, deren jedes 3 bis 4 Fuss mächtig ist. Die
Kohle ist schwarz, sehr bituminös, lebhaft glänzend und brennt zu schwarzem
Coke. Sie hat einen braunen Strich und enthält zum Theil viel Eisenkies.
Ihre Festigkeit ist hinreichend für einen guten Stückkohlenfall. Der Preis auf
den Gruben ist 1 tièn das kin. Man sieht zu beiden Seiten des Flusses das
Flöz in weiter Erstreckung durch in Abbau befindliche Gruben bezeichnet. Die
Pflanzenreste bestimmte Herr Prof. Schenk als zum Unteren Jura gehörig ¹).
3) Dicke Bänke von groben Conglomeraten. Die Rollstücke, welche aus
Kalksteinen und festen Sandsteinen bestehen, sind im unteren Theil am gröbsten.
Mächtigkeit 300 Fuss.
4) Gelbe Sandsteine, mit thonigen Schichten wechselnd . . 1000 "
5) Thonige, zum Theil rothgefärbte Sandsteine . . . . . . 600 "
6) Dickbankige grünliche Sandsteine, weich und mürbe, wie
alle Sandsteine der Formation . . . . . . . . . . . . . . . 500 "