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0654 China : vol.2
China : vol.2 / Page 654 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000260
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steine, neben ihrer Einschaltung in dünnen Lagen und Lamellen, auch in mäch-
tigeren Schichtenmassen reiner auftreten. Ebenso tritt das Obersilur im südlichen
Theil des nördlichen Gewölbes, bei Lung-fang-kou, durch Versteinerungen wohl
charakterisirt auf.

Devon. — Eine beschränkte, in ihrem Schichtenverband nicht ganz klare Ein-
lagerung devonischer Schichten findet sich unmittelbar südlich von Tshau-tien, wo
am Weg nach den Kohlengruben lose Brachiopoden vorkommen. Sedimente
desselben Alters sind dort zu erwarten, wo der Nordflügel der silurischen Antikline
von Fei-hsien-kwan normal von Kohlenkalk überlagert wird. Sie sind jedoch meiner
Beobachtung entgangen.

Kohlenkalk ist in diesem Durchschnitt sehr ausgezeichnet entwickelt, und zwar
steht er in mächtigen, nördlich fallenden Schichtmassen zweimal an der Strasse an.
Er verursacht die Steilwandigkeit und Wildheit einiger Stellen der Schlucht, in
welcher der Fluss seinen Lauf nimmt, und veranlasst wahrscheinlich den schroffen
Charakter des grössten Theils der als Kin-tiau-shau bezeichneten Parallelrücken.
Die stratigraphische Entwickelung des oberen Theils wurde für eine, durch ein
Kohlenflöz charakterisirte Localität oben (S. 600) genauer auseinandergesetzt. Es zeigte
sich dort, dass eine Meeresf auna von besonderer Facies die Steinkohle begleitet
und derjenigen des darüber und darunter liegenden Kalkes eingeschaltet ist. Der
letztere ist dunkelfarbig, bituminös und mit Hornsteinknauern erfüllt, wie oben
beschrieben. Seine Mächtigkeit aber ist erheblich grösser als in dem Durchschnitt
am Tsien-shui. — Die dort als über dem Kohlenkalk lagernd genannten Sandsteine
habe ich hier nicht beobachtet.

Formationen der Altersstufen vom Perm bis zum unteren Jura.
— Die bisher genannten Formationen schliessen mit einer grossen Störung ab. Es
folgt ihnen nach einer Unterbrechung, deren Dauer sich nicht näher bezeichnen
lässt, eine ganz andere Reihe von Formationen, welche die Gesammtheit der
früheren ungleichförmig aufgelagert sind. Sie beginnt mit bunten Kalksteinen und
Dolomiten (A auf S. 603), welche ungefähr 1200 Fuss Mächtigkeit erreichen und
unter einem Winkel von 30° nach Süden fallen.

Darüber lagern klastische Sedimente verschiedener Art, in einer Gesammt-
mächtigkeit von ungefähr 2500 Fuss. Es sind Schieferthone, Sandsteine und Con-
glomerate, an deren Boden zwei Kohlenflöze eingeschaltet sind. Die Pflanzenreste,
welche die letzteren begleiten, haben Verwandtschaft mit solchen, welche in anderen
Ländern im unteren Jura gefunden worden sind. Eine eingehendere Betrachtung
der Altersverhältnisse behalte ich einer späteren Gelegenheit vor, bei der die
Ablagerungen des Rothen Beckens von Sz'-tshwan in ihrer Gesammtheit erörtert
werden sollen.

c. Formationen zwischen Ning-kiang-tshóu und Tai-ngan-yi.

In dieser Strecke fehlt jeder paläontologische Anhalt, und auch meine petro-
graphisch-stratigraphischen Beobachtungen sind einer genauen Altersbestimmung nicht