National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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zu legen ist, davon konnte ich mich auf der Strecke von Wu-kwan bis Pan-tshong-
haien überzeugen, in welcher der Weg des Reisenden mit dem meinigen zusam-
mentrifft.
6. Am Südrand des Gebirges erhebt sich westlich von der Tsinling-Strasse,
an der Stelle wo meine Karte den Yün-wu-shan und Nu-tou-shan angibt, ein 3000
Meter hohes Granit-Massiv. Der Raum zwischen ihm und dem Thal von Han-
tshung-fu ist von steilgestellten Schichtgebilden eingenommen, welche Steinkohlen-
flöze führen und zum Theil durch das Vorkommen von Pflanzenabdrücken den
Mangel an metamorphischer Umwandlung erkennen lassen.
7. Am Südrand des Thales von Han-tshung-fu treten im Südwesten dieser
Stadt am Liang-shan Silurformation und Steinkohlenformation in solcher Weise
auf, dass die Schichten der letzteren von denen der ersteren unterteuft und über-
lagert werden. Oestlich davon sind Hügel von meist stark zersetztem Granit,
welche eine 9 bis 12 g. M. breite Zone im Süden des Han einnehmen. Ferner
gegen Süd steigt das Gebirge bis zu 3000 Meter hohen Gipfeln an.
8. Oestlich von der Ebene von Han-tshung-fu betritt der Han ein Défilé, in
welchem er sich, vielfach mit Stromschnellen besetzt, bis Hsin-ngan-fu windet.
Es wechseln Zonen von Granit und krystallinischen Schiefern mit solchen von Sedi-
mentgesteinen, deren Schichten steil aufgerichtet sind und an einigen Stellen
Steinkohle führen. Rothe Sandsteine und Conglomerate bilden das höchste Glied.
Da bei einem sehr mächtigen System von Schichtgebilden südöstliches Fallen
angegeben ist, scheint das Streichen SW—NO zu sein.
Betreffs der Nordhälfte des Tsin-ling-shan können wir nach diesen Ergebnissen
folgern, dass Formationen und äusserer Charakter in wenig veränderter Weise nach
Osten fortsetzen. Für die Plastik ist die tiefe Passeinsenkung an der Hauptwasser-
scheide im Nordwesten des Ta-pai-shan bemerkenswerth, während wir in Hinsicht
auf den inneren Gebirgsbau die Thatsache erfahren, dass Steinkohlenformation am
Nordgehänge in hochgradiger Zusammenfaltung der Schichten vorkommt, und ihre
Gesteine im Süden der Wasserscheide sporadisch als Auflagerungen ähnlicher Art
wie bei Pai-kia-tien¹) aufzutreten scheinen.
Gehen wir weiter östlich, so finden wir auf einzelnen chinesischen Karten eine
Anzahl von Wegen über das Gebirge angegeben. Ich habe mich bemüht, sie auf
meiner Karte sämmtlich sehr beschwerlich sein; doch mag
dies zum Theil weniger von dem Vorhandensein besonderer natürlicher Schwierig-
keiten, als von dem Mangel künstlicher Strassenanlagen herrühren. Der Nordrand
des Gebirges verläuft geradlinig nach Osten fort. Die Wasserscheide, in welcher
die verschiedenen Tsin-Pässe, d. i. die Tsin-Pässe, eingesenkt sind, bleibt in geringer
Entfernung von ihm. Nach Süden ziehen lange, meist quer gegen das Streichen
des Gebirges gerichtete Thäler hinab. Wahrscheinlich theilen sie mit dem des
Hei-lung-kiang den Charakter grossartiger Wildheit und schwerer Zugänglichkeit.
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