National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
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aus den Tafelländern aufragen; auch mögen, in Folge von Verwerfungen, durch-
schnittene Plateau's mit tiefer eingesenkten grossen Becken wechseln; aber die
Horizontalausbreitung der Schichten und die Anordnung der verschieden hohen
Regionen in Gestalt von Terrassen scheinen die Regel im äusseren Bau zu sein.
Auch die Formationen, welche die Tafelländer zusammensetzen, scheinen im Osten
und Westen des Hwanghö dieselben zu sein; insbesondere setzen die Schichten,
welche in Shansi die Steinkohle führen, nach Westen fort und bedingen in den
Nordwestprovinzen einen ähnlichen, wenn auch technisch weniger benutzbaren Stein-
kohlenreichthum, wie wir ihn in Shansi nachgewiesen haben. Die Lagerstätten
werden zwar an vielen Stellen in Shensi ausgebeutet; aber die meisten Grubenorte
sollen, die ich in Hsi-ngan-fu erfuhr, in so unzugänglichen Lössschluchten gelegen
sein, dass die Production jeder Grube nur für den Consum einiger Dörfer verwert-
bar ist. Viel umfangreicher dürften die Regionen sein, wo eine mächtige Löss-
bedeckung die Steinkohlenschichten vollständig verhüllt. In Kansu hingegen dürften
sich vortheilhaftere Verhältnisse bieten. Dort soll es horizontale Flöze der vortreff-
lichsten, in grossen Blöcken brechenden Steinkohle von angeblich nicht selten bis
20 Fuss Mächtigkeit geben, deren Ausbeissen sich, wie in Shansi, an den Gehängen
verfolgen lässt.
So scheint das bleibende Merkmal die horizontale Lagerung der Sedimentgesteine
und ihr Abbrechen in einzelnen grossen Staffeln zu sein; daher waltet ein einför-
miger landschaftlicher Charakter über grosse Strecken, und er wird durch die Löss-
ablagerungen erhöht. Der nächste Abschnitt wird uns Gelegenheit geben, auf den
Gegenstand unter anderen Gesichtspunkten zurückzukommen.
4. Bedeutung des Oestlichen Kwenlun in den Phasen
der geologischen Geschichte von China.
a. Die Zeitalter der Sinischen, Silurischen und Devonischen
Ablagerungen.
Wir werden im vierzehnten Capitel dieses Bandes die bei den Einzelbetrach-
tungen enger begrenzter Theile des nördlichen China gewonnenen geologischen
Ergebnisse vergleichend zusammenstellen und ein Gesammtbild der Entwickelungs-
geschichte zu geben versuchen. Wenn ich, diesen Erörterungen vorgreifend, schon
hier auf einige allgemeinere Gesichtspunkte eingehe, so will ich mich auf solche
beschränken, welche besonders geeignet sind, die scheidende Rolle des Kwenlun
scharf hervortreten zu lassen. Wir stellen unserer Betrachtung die eben erörterte
fundamentale Thatsache voran, dass sich dem östlichen Theil dieses Gebirges im
Süden Faltungsland anschliesst, während der im Norden desselben gelegene Theil der
Erdrinde seit Beginn der Sinischen Periode eine feste Scholle gebildet hat, welche
in ihrer Gesammtheit bedeutende Niveauveränderungen erfahren hat und durch
verticale Verschiebungen entlang grossen Bruchlinien in ihren Oberflächenformen
modificirt worden ist, in welcher aber nur ausnahmsweise und in geringem Maass
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