National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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wechselnden Armen. Der abschreckende Charakter des südlich daran grenzenden
welligen Theils des Ordos-Landes ist von Prjewalski beschrieben worden¹).
Dass Sand und Salzböden auch in dem südöstlich von Ning-hsia-fu gelegenen Theil
vorkommen, lernen wir aus Gerbillon's Beschreibung kennen.
Fassen wir alle vorstehenden Betrachtungen zusammen, so kommen wir zu dem
Resultat, dass man von dem Flachland am unteren Wei gegen Norden, und
vom Nord-Süd-Lauf des Hwang-hô gegen Westen, im Durchschnitt also in der
Richtung von Südost nach Nordwest, nach mehr und mehr schwer zugänglichen
Regionen hinansteigt, und zwar deuten mehrere Umstände darauf hin, dass dies im
Allgemeinen in einer Reihe von Staffeln geschieht, wenn auch aufragende Gebirge
älteren Gesteins hier und da eine Unterbrechung verursachen mögen. Da Stein-
kohle von Fong-tsiang-fu im Süden bis nach Yu-lin-fu im äussersten Norden an
zahlreichen Orten gewonnen wird und, nach der Art der Anordnung der letzteren,
in verschiedenen Höhenregionen vorkommen muss, so erscheint der Schluss ge-
rechtfertigt, dass der Bau zonal verworfenen Tafellandes, welcher für Shansi cha-
rakteristisch ist, durch das ganze nördliche Shensi fortsetzt, und die Steinkohlenfor-
mation in ihrer dreifachen Gliederung hier wie dort beinahe ausschliesslich herrscht.
Auch im Verlauf der Brüche scheint die in Shansi beobachtete Umbiegung nach
WSW für Shensi zu gelten.
Die ursprüngliche Configuration wird in noch höherem Maass als in der Nachbar-
provinz durch die Lössdecke modificirt, welche sich in grosser Mächtigkeit über
das Land lagert und zwar einerseits dessen Fruchtbarkeit bedingt, andererseits aber
einen hohen Grad von Unwegsamkeit herbeiführt. Der grosse Verkehr ist daher
auf gewisse Linien angewiesen, welche oft weite Umwege beschreiben. Um von
Tai-yüen-fu nach Lan-tshóu-fu zu gelangen, muss man über Tung-kwan und Hsi-
ngan-fu reisen, während der direkte Weg die Entfernung um mehr als ein Drit-
theil abkürzen würde. Da der Uebergang von Tai-yüen-fu über Fönn-tshóu-fu
westlich nach dem Gelben Fluss, und über denselben hinweg, keine Schwierigkeiten
bietet, so müssen die Hindernisse des Fortkommens in dem Weg durch Shensi liegen.
Er würde quer gegen die Richtung der grösseren Flussläufe, daher auch quer gegen
alle Schluchtensysteme, führen, mithin eine fortlaufende Kette von Lössübergängen
sein, wie wir sie auf kleinen Strecken bei dem Weg von Lung-hwa nach Ping-yang-fu²),
und von Hô-tshóu nach Ling-shi-haien³) kennen gelernt haben.
Die strategische Bedeutung dieser Configuration ist leicht zu verstehen. In
dem weite, städtereiche und fruchtbare Becken des Wei-Thals, welches zugleich Sitz
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