National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Granitausbrüchen (Korea-Granit) begleitet. Alle Formationen werden von
Gängen und Trumen von Granit, Pegmatit und Quarz durchsetzt. Mit dem Granit
sind Syenite und Diorite verbunden ¹).
Es genügt, auf die in einer Mulde westlich von Tshifu erhaltenen Reste der
ausserordentlich mächtigen Gebilde der vierten Periode²), oder die zersreuten
Ruinen derselben in Liautung hinzuweisen, um einen Begriff zu erhalten, wie gewaltig
die Gebirge gewesen sein müssen, welche diese Sedimentformationen in Folge ihrer
Faltung aufgebaut haben. Die Massenhaftigkeit der Sedimentanhäufungen war hin-
reichend, dass durch den Grad der Faltung, wie wir ihn in den wenigen erhaltenen
Muldenböden erkennen, vollkommene Alpengebirge aufgethürmt werden konnten.
b) Das westliche Shantung nahm an diesen Bewegungen keinen Antheil.
Hier hat der Urgneiss seine ursprüngliche Streichrichtung bewahrt. Die sinische
Richtung ist durch Faltungen nicht vertreten. Das Land bildete eine feste Scholle;
aber diese erlitt schon in einer frühen Zeit Brüche und Verwerfungen, die
später zunahmen ³).
c) Im nördlichen Shansi erfuhr der Wu-tai-shan eine bedeutende Zu-
sammenfaltung, welche sich als eine von Südost geschehene Stauung der sehr
mächtigen Schichtgebilde der vierten Periode gegen den festen Continentalrand der
Gneissgewölbe der zweiten Periode erklären lässt⁴). Vielleicht erlitten die nördlichen
Gneissgewölbe an der mongolischen Grenze einen Zusammenschub über ihren früheren
Betrag hinaus⁵).
Die beobachteten Erscheinungen im östlichen Shantung, in Liautung und im
nördlichen Shansi sind wahrscheinlich typisch für alle zwischenliegenden Gebiete,
wo die Verhältnisse verhüllt sind. Wir werden uns das gesammte nördliche China,
einerseits mit Ausschluss des westlichen Shantung und der sich demselben west-
lich anschliessenden Gegenden, andererseits bis weit nach Korea hinein, als ein Ge-
biet vorzustellen haben, in welchem nach der Zeit der Ablagerungen der vierten
Periode innere Bewegungen der intensivsten Art stattfanden, und alle bisher vorhan-
denen Formationen zusammengefaltet wurden. In gewaltigen Gebirgen, von deren
Bedeutung die rudimentären Ueberreste ausserordentlich mächtiger Formationen eine
schwache Vorstellung geben, ragte das Land hoch über das Meer auf. Der innere
und der äussere Bau waren von der sinischen Streichrichtung beherrscht.
d) Die grossen, von W2N nach O2S streichenden Bruchlinien des Kwenlun,
welche für alle Folgezeit das am meisten bestimmende Moment bildeten, waren, wie
wir oben (S. 647) andeuteten, wahrscheinlich schon in sehr früher Zeit vorgebildet.
Denn die ältesten (unter 2. genannten) Formationen, welche sich an die uns bekannt
gewordenen Theile jener Linien im Süden anschliessen, sind nach der Richtung
derselben gefaltet. Auch die steil aufgerichteten Wutai-Schichten des Tsinling-
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