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0757 China : vol.2
China : vol.2 / Page 757 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000260
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Diese nach NzO streichenden Züge sind bedeutungsvoll, weil sie gewissermaassen
vorbestimmend für die Richtung werden, nach welcher in sehr viel späterer Zeit
die wichtigsten tektonischen Bewegungen stattfanden. Ich habe an einer anderen
Stelle auf die Möglichkeit einer südlichen Fortsetzung der Linie des Hô-shan in
dem durch Verwerfung entstandenen Gebirge Fêng-tiau-shan und dem granitischen
Hwa-shan hingedeutet¹). Dort wurden auch Belege dafür gegeben, dass die der
Richtung des Fêng-tiau-shan parallelen Verwerfungen in die Zeit zwischen der
sinischen Periode und der Ablagerung des Kohlenkalkes fallen²).

c) Im nördlichen Honan kennen wir die oben erwähnte Bruchlinie im Süden
von Hwai-king-fu, durch welche ein Steilabfall des sinischen Tafellandes als Süd-
rand des Kohlenkalkbeckens von Shansi geschaffen wurde³).

d) Im westlichen und östlichen Shantung und in Liautung ist der
Kohlenkalk im Allgemeinen der sinischen Formation beinahe völlig concordant
aufgelagert⁴). Die Annahme, dass der vorher sehr tief gewesene Meeresgrund
der Meeressoberfläche näher gebracht wurde, diese Gegenden also im Wesentlichen
an einer allgemeinen Schollenbewegung theilnahmen, ist, wie wir oben (SS. 648, 649)
auseinandersetzten, für die Erklärung des Fehlens von Silur und Devon hinreichend
und entspricht den Verhältnissen besser, als die in einem früheren Capitel erörterte
Voraussetzung, dass die sinischen Ablagerungen während dieser beiden letzten
Perioden als Festland aufgeragt hätten, um während der Steinkohlenperiode wieder
versenkt zu werden⁵). Es hat jedoch auch in diesen Provinzen an Brüchen nicht
gefehlt, wie z. B. aus der bei Po-shan-hsien beschriebenen Stelle hervorgeht, wo
die sinischen Gebilde entlang einer von N. nach S. streichenden monoklinen Falte
nach Osten herabgesenkt sind, und die dem gesunkenen Flügel concordant auf-
gelagerten Steinkohlenschichten horizontal an den stark geneigten Schenkel der
Falte heranrücken⁶).

e) Liau-hsi und das östliche Tshili wurden von den grossen tektonischen
Störungen in stärkerem Grad betroffen. Die Untersuchung reicht nicht hin, um
die letzteren im Einzelnen nachzuweisen. Doch deutet auf ihr Vorhandensein der
nach Westen zunehmende Metamorphismus der sinischen Gesteine und das ihm
wahrscheinlich zu Grunde liegende Auftreten mancher Granite hin, wie desjenigen
am Pan-shan⁷). Eine hervortretende geologische Scheide bildet der I-wu-lü-shan
oder Lü-shan⁸). Wenngleich seine Entstehung wahrscheinlich in viel ältere Zeit
zurückreicht, so dürfte er doch auch mit Rücksicht auf die präcarbonischen Stö-
rungen zu betrachten sein. Er erinnert in seiner Richtung an den Hô-shan in
Shansi.