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0762 China : vol.2
China : vol.2 / Page 762 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000260
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tion zukommt, dürfte es rechtfertigen, wenn wir wieder die einzelnen Landestheile
gesondert betrachten.

a. Wir beginnen mit dem Oestlichen Kwenlun, weil hier die Beweise der
Abrasion und Transgression am deutlichsten sind, zugleich auch, weil die erstere
eine besonders bedeutende Masse von Material von ihm für die Bedeckung ent-
fernter Gegenden mit Sedimenten entführt haben muss. Im Fu-niu-shan sind die
Gebilde des Zeitalters in den groben Conglomeraten und Sandsteinen des Kin-li-
shan erhalten, wo sie schon im unteren Theil, nicht weit über der aus den Köpfen
krystallinischer Schiefer bestehenden Ablagerungsfläche, Steinkohle führen¹). Nord-
lich von ihm liegt das Kohlenfeld der Region zwischen Lu-shan und Tu-tshöu²),
dem sich eine Reihe kleinerer und grösserer Kohlenvorkommnisse, westlich gegen
den mittleren Lö-hö hin, und nördlich bis zum Hwang-hö, anschliessen³). An den
zuletzt genannten Orten, soweit ich sie kennen gelernt habe, sind die Sedimente
rein klastischer Natur und lagern, wie es scheint mit wenig abweichender Neigung,
auf sinischen Schichten. Die Flöze finden sich in geringem Verticalabstand von
letzteren. Die Abwesenheit von groben Conglomeraten am Grund erklärt sich
dadurch, dass die Tafelflächen, auf denen die Sedimente sich niederschlugen, in
einiger Entfernung von den Abrasionsgegenden lagen.

In der Nordhälfte des Tsin-ling-shan sind die Verhältnisse ähnlich.
Steinkohlenführende Gebilde lagern sporadisch im Norden und Süden der Wasser-
scheide. Sehr grobe Conglomerate, grauwackenartige Gesteine, Sandsteine, dazu
auch Kalksteine, lernten wir hier als Bestandtheile der Formation kennen. Sie
liegen im Norden, wie es scheint, auf Gneiss und archaischem Granit, im Süden
ebenso auf Wutai-Schichten als auf Silurischen Gesteinen. Ehemals war die For-
mation jedenfalls soweit verbreitet, als die Abrasion auf dem Tsin-ling-shan und am
Fu-niu-shan reichte. Doch war sie hier in besonderer Weise den Einflüssen der
Erosion ausgesetzt, und sie ist daher nur an einzelnen Stellen erhalten⁴).

b. Die Südhälfte des Tsin-ling-shan, also den in der Linie unseres
Reiseweges zwischen Liu-pa-ting und dem Thal des Han eingeschlossenen Theil,
müssen wir hinsichtlich der in Rede stehenden Formation von der Nordhälfte trennen.
Diese in der Folgezeit gewaltig zusammengeschobene Zone stellt, wenn wir die
Schichtgebilde horizontal auszuebnen versuchen, ein Ablagerungsgebiet von sehr viel
grösserer Breite dar, als der Querdurchmesser der jetzigen Faltungszone beträgt.
Wenn unsere oben begründete Voraussetzung, dass die Schichtgebilde zwischen
Liu-pa-ting und Wu-kwan, ebenso wie diejenigen bei Ki-tau-kwan, der Steinkohlen-
formation angehören⁵), richtig ist, so haben wir hier eine von allen anderen Gegen-
den erheblich abweichende petrographische Facies derselben. Es scheint, dass
während der ersten Hälfte der Steinkohlenperiode sich ein Gebirge emporragende
Nordhälfte des Tsin-ling-shan von dem Gebiet, in welchem sich die vom Silur bis