National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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und die Linie a u die Abrasionsfläche andeutet. Das Phänomen ist dem der Bildung
der norwegischen Strandlinien ganz analog, nur haben wir hier eine ausserordentlich
ausgedehnte, geneigte Terrasse, welche tausende von Quadratmeilen umfassen kann.
Uebrigens wird der Stirnwall nur stellenweise und in verhältnissmässig geringer Höhe
so steile Formen bieten, wie sie in den Linien a' b, c' d, e' f (Fig. 124) dargestellt
sind, indem die Erosion durch fliessendes Wasser die Tendenz hat, sanftere Nei-
gungen, wie c b, c d, e f zu schaffen, und dies je nach den Umständen mit grosse-
rer oder geringerer Vollkommenheit erreicht.
Modificationen von diesem Abrasions-Schema (Fig. 124), bei dem ein gleichmässiges
Wirken aller Factoren vorausgesetzt war, können durch mancherlei Umstände her-
beigeführt werden. Wo die Brandungswelle, nachdem sie grosse, aus leicht zerstör-
baren Gesteinen aufgebaute Regionen von Faltungsgebirgen überschritten hat, an
einen härteren Kern von Gneiss und Granit, Grünstein, Quarzit oder anderen
Gesteinen kommt, oder wo die Brandungslinie in häufigerem Wechsel an solchen
entlang führt, da wird die zerstörende Kraft einem grösseren Widerstand begegnen
und langsamer arbeiten. Die Abrasion kann zu beiden Seiten des festen Kernes
fortschreiten, auch ganz um ihn herum sich ihren zerstörenden Weg bahnen und
dann an ihm, als übrig bleibender Insel, weiter nagen, oftmals ohne ihn voll-
ständig zu bewältigen. Tritt ihr eine ganze Zone von solcher Beschaffenheit, z. B.
ein langgestrecktes Gneissgebirge, quer in den Weg, so wird die Abrasion, wenn
ihr nicht genügende Zeit gegeben ist, dasselbe als einen aus der Abrasionsfläche
aufragenden Gebirgszug übrig lassen. Aber wenn auch dieser nicht dem allge-
meinen Boden gleich gemacht werden konnte, so wird doch, wenn die Senkung
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