National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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hier von den chinesischen Behörden ein Bergbau nach europäischem Muster ein-
geleitet worden ist. Man gewinnt bituminöse Kohle, welche auf den verschiedenen
Flözen von sehr verschiedener Beschaffenheit ist. Die alten Gruben haben
dieselben im Streichen auf eine Länge von 13 g. M. aufgeschlossen; wahr-
scheinlich werden sie sich nach Osten wie nach Westen noch weiter ver-
folgen lassen. Die steile, nach Westen allerdings sich verflachende Stellung
ist dem Bergbau nicht günstig; aber wegen der Nähe des Hafens und des
Arsenals von Tien-tsin ist dieses Grubenfeld der Ansatzpunkt für die Ein-
führung verbesserter Methoden des Bergbaues in China geworden. Beide
genannte Kohlenfelder gehören dem Alter nach der Steinkohlenformation an.
3) Am Lwan-hö finden sich ausserhalb der Grossen Mauer und im Süden von
Jehol angeblich bedeutende Kohlenlagerstätten, welche für den Localconsum
ausgebeutet werden. Näheres ist mir darüber nicht bekannt geworden.
4) Das stratigraphisch am reichsten entwickelte Kohlenfeld von China breitet
sich im Westen von Peking aus. Die Gesammtheit der steinkohlenführen-
den Etagen wurde im Vorhergehenden entlang einem Durchschnitt von
Hung-mei-tshang nach Tshai-tang¹) beschrieben und erörtert. Nur die
unterste, welche wir als die Gruppe der Méiling-Schichten bezeich-
neten, gehört der Steinkohlenformation an; sie allein hat eine grössere Ver-
breitung bei Peking; die oberen Stufen sind ausser der Nachbarschaft jenes
Durchschnittes noch nicht beobachtet worden.
Die Méi-ling-Schichten werden u. a. abgebaut:
a) am Pass Méi-ling²);
b) im Revier Tshang-kau-yü bei Fang-shan-hsien, welches Pumpelly be-
suchte³);
c) bei dem Dorf Tai-ngan-shan⁴); hier ist der Bergbau eingestellt; doch
gehören die Kohlengruben an der Nordseite des Ma-ngan-shan wahr-
scheinlich dem nach Osten fortschreitenden Flözzug an, ebenso wie die
ehemaligen Gruben am Tempel Pi-yün-sé⁵); die weitere nordöstliche
Verlängerung geht nördlich vom Yu-tsüen-shan vorbei⁶);
d) bei Yang-kia-fang; dieser Zug setzt östlich vom Tempel Hei-lung-tau fort⁷).
Von Wichtigkeit sind gegenwärtig in der Méiling-Gruppe nur die Gruben
bei Fang-shan-hsien, weil die Kohle von ihnen aus auf Wasserwegen ver-
breitet werden kann. An allen Orten enthält diese Gruppe mehrere Flöze,
deren Mächtigkeit meist 5 bis 6 Fuss beträgt, aber auch zu 10, und
bei Fang-shan zu 30 Fuss ansteigt. Alle Kohle ist Anthracit von unge-
wöhnlich hohem specifischen Gewicht (bis 1,86), graphitischem Glanz und
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