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0022 China : vol.5
中国 : vol.5
China : vol.5 / 22 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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2. Systematische Beschreibung der Arten
aus dem oberen Untersilur von I-tshang-fu, Hupéi und von Liautung.

FAMILIE LITUITIDAE.

Die Lituitiden im engsten Sinne umfassen die Gattungen Lituites, Ophidio-
ceras und Ancistroceras (== Strombolituites und Rhynchorthoceras Remele). Der
eingerollte oder eingekrümmte Schalenanfang findet sich in ähnlicher Entwickelung
bei Discoceras und Esthonioceras Nötling. Aber Sculptur und Mündungsform
ist bei Lituitiden und Discoceren gänzlich verschieden: während die Letzteren
den Ausgangspunkt der Nautileen insbesondere von Syringoceras bilden, ähneln
die Lituitiden den ältesten Ammoneen. Discoceren und Esthonioceras besitzt eine
Sculptur, die lediglich eine starke Zurückbiegung der Anwachsstreifen auf der
Aussenseite aber keine Seitenohren erkennen lässt (Taf. 1 Fig. 1 b, c, 2 a, b
und 3 a).
Die Grundzüge der Sculptur und des Mündungssaums sind dagegen bei
den Lituitiden und den ältesten Goniatiten die gleichen. Die Externseite der
Schale entspricht einem Ausschnitt (Sinus) der Mündung, der jederseits von 2
mehr oder weniger weit vorspringenden Ohren begrenzt ist.
Auf der Innenseite der Windung verlaufen Sculpturlinie und Mündungssaum
gradlinig.
Die untersilurischen Lituitesarten wie Lituites perfectus Wahl., procerus Rem.
und Lituites lituus zeigen auf den gradlinigen Theilen des Gehäuses eine Ab-
schwächung des wellenförmigen Verlaufes der Anwachsstreifen. Diese wellen-
förmigen Windungen sind sowohl auf den inneren Theilen des Gehäuses wie nahe
der Mündung deutlich ausgeprägt.
Um die Frage der Zusammengehörigkeit der Lituitiden und der ältesten
Goniatiten endgültig zu entscheiden, müsste der Schalenanfang der Lituitiden
bekannt sein. Ich glaube nun, an einem leider nicht günstig erhaltenen Exemplar
von Lituites Lasaulxii Rem., (Mus. Breslau) eine blasenförmige Anfangskammer
zu sehen. Aber selbst, wenn diese Beobachtung sich nicht bestätigen sollte, so
ist der Nachweis der blasenförmigen Anfangskammer bei Orthoceras schon erbracht
worden.
Es läge nun nahe, den Ursprung der Goniatiten in dem obersilurischen
Ophidioceras zu suchen. Jedoch konnte ich mich bei gut erhaltenen böhmischen
Exemplaren von Ophidioceras simplex überzeugen, dass der Anfang des Gehäuses
niemals eine Embryonalblase, sondern vielmehr die kegelförmig abgestutzte Narbe
der Mehrzahl der Nautileen aufweist.
Ophidioceras ist auch durch die Vor- und Aufbiegung eines interen Lappens
des Mündungssaums gekennzeichnet und bildet eine eigenartige Nebenreihe,
die wie es scheint ohne directe Nachkommen zu hinterlassen im Obersilur
ausstirbt.