National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
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DAS DEVON CHINA'S.
Das chinesische Mittel- und Oberdevon ist durch gelegentliche Versteinerungs-
funde und die Verwendung der Brachiopoden in Apotheken schon vor den
Richthofen'schen Reisen bekannt, aber erst durch die reichen von dem grossen
deutschen Forscher mitgebrachten Sammlungen der eingehenden Erforschung
erschlossen worden. Seitdem hat im eigentlichen China L. von Lóczy unsere
Kenntniss besonders der mittleren Devonbildungen in wichtigen und wesentlichen
Punkten erweitert und vertieft; später schlossen sich die Arbeiten der französischen
Geologen in Süd-Yünnan und Tongking an. Während die von F. von Richthofen
in den chinesischen Apotheken erworbenen Brachiopoden ohne genauere Fundorts-
angaben beschrieben werden mussten, haben L. von Lóczy und die französischen
Geologen eine reiche Entwickelung devonischer Kalke und Schiefer verschiedenen
Alters kennen gelehrt und die Herkunft der offizinellen Versteinerungen aus Yünnan
so gut wie sicher erwiesen.
Im Folgenden werden nur die aus dem eigentlichen China, d. h. vor allem
die aus Yünnan stammenden Arten eingehender geschildert,¹) während die tongkine-
sischen Vorkommen nur genau horizontirt werden — ohne dabei alle palaeonto-
logischen Einzelheiten zu erschöpfen.
Durch die berichtigte Bestimmung des Spir. tonkinensis Mansuv als Spirifer
speciosus ist auch für Tongking der Nachweis des Vorkommens von unterem
Mitteldevon erbracht, während die Leitformen des oberen oder Paffrather Stringo-
cephalenkalkes Macrocheilus arculatum, Murchisonia coronata, M. angulata, Spirifer
Maureri den Uebergang in das schon sicher nachgewiesene Oberdevon darthuen.
Es war nun nicht ohne Wichtigkeit, dass verschiedene andere Arten wie Cupresso-
crinus abbreviatus, Pentamerus Sieberi mut. Calceolae auch bestimmte Hinweise
auf die Vertretung des unteren Stringocephalenkalkes enthalten.
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