国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0043 |
China : vol.5 |
| 中国 : vol.5 |
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Die Transgression erfolgte in Süd-China wie in Tongking
und Oberbirma schon im unteren Mitteldevon; ihr Ausgangs-
punkt ist Sibirien, wo das Unterdevon bis zur oberen Zone entwickelt ist.
UEBERSICHT DES DEVON IN OST- UND
CENTRALASIEN.
Das chinesische Devon gehört dem Faltungsgebirge des Kwenlun und
Tsinling sowie den indochinesischen Ketten in den südwestlichen Provinzen
Yunnan, Sz-tshwan, Kwangsi und Kansu an. Besonders reich ist die Entwickelung
in dem südlich angrenzenden Tongking. Ein Verständniss der Stellung und
geographischen Bedeutung des chinesischen Devons ergibt sich aber nur aus
einer kurzen Uebersicht des Devon in Asien, wie ich sie vollständiger erst in den
Nachträgen¹) zu der 1. Lieferung meiner Lethaea palaeozoica geben konnte.
1. Die nördliche Zone umfasst Central- und Nordsibirien — Jenisseisk,
Transbaikalien, Neu-Sibirien und das Vorkommen am Ochotzkischen Meer
(Ajan-Bucht). Nur Mittel- und Oberdevon ist hier nachgewiesen.
2. Das Devon des Altai umfasst alle Stufen, auch das Untercarbon und
findet seine Fortsetzung im Ural; die verschiedenartige Richtung beider Gebirge
entstammt einer späteren Zeit. Aus dem Tien-shan ist bisher nur höheres Devon
bekannt. Da die Vorkommen dem Südabhang angehören, schliessen sie sich
der Kwenlun-Transgression (3) an und gehören in die Fortsetzung des eigentlichen
chinesischen Vorkommens.
3. Quer durch Asien verläuft in Hocharmenien und den nordpersischen
Ketten, dann wieder im westlichen Kwenlun zum Nan-shan und Tsinling-shan
in östlicher Richtung eine durch das Vorhandensein reich entwickelter Mittel- und
Oberdevonkalken gekennzeichnete Zone hoher Gebirge. Das Fehlen des
Unterdevon weist vielleicht auf eine erste Faltung hin; die mitteldevonische
Kwenlun-Transgression die, wie es scheint nicht nach Norden reicht, erklärt die
Verbreitung jüngerer devonischer Meeresbildungen im ganzen Westen und Süd-
westen Chinas (in Kansu, Sz-tshwan, Yunnan und Kwangsi). Die ältere Stufe des
Mitteldevon, die durch Spirifer speciosus und Calceola sandalina gekennzeichnet ist,
entspricht dem Beginn der mitteldevonischen Transgression und ist aus Hocharmenien,
Birma (Cowper Reed²)) und Tongking bekannt.
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