National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
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Die Uebersicht der Verbreitung der wichtigen Devon-Formation in Asien
wird mit einiger Wahrscheinlichkeit die Antwort auf die Frage gestatten, ob Nord-
china damals vom Meere bedeckt war oder nicht.
Devon im hohen Norden und im Altai.
Im Ural und in West-Sibirien wogte zur Zeit des oberen wie des
unteren Devons ein weiter Ocean, der im Wesentlichen die aus Europa bekannt
gewordene mittel- und oberdevonische Fauna enthält. Die durch Tschernyschew
aus dem Ural beschriebenen Versteinerungen hätten ebensogut in Böhmen
oder am Harz gefunden sein können. Das gleiche gilt für die devonische
Tierwelt der neusibirischen Inseln, deren Kenntniss wir den Forschungen des der
Wissenschaft zu früh entrissenen Barons Toll verdanken. Baron Toll hat wohl
die von ihm nachgewiesenen Beziehungen der Fauna der neusibirischen Inseln
zu America etwas überschätzt. Wenigstens sind die von ihm mit amerikanischen
Namen belegten Arten sämmtlich kleine und wenig deutliche Arten (Prod.
Hallanus, Spirifer Whitneyi) oder mangelhaft erhaltene Exemplare (Dalmanella
Mac. Farlanei, D. iowensis); die auf Europa hindeutenden Brachiopoden, Spirifer
elegans, Rhynchonella acuminata sind mit grösserer Sicherheit bestimmbar.
Die ganze Fauna besitzt einen indifferenten Character und die Mischung von
deutschen und amerikanischen Typen ist erst viel weiter östlich, in Nevada
zu beobachten. Noch in Manitoba finden wir eine rein europäische Mitteldevon-
fauna fast ohne ostamerikanische Anklänge.
Ferner sind aus dem Gouvernement Jenisseisk (Beja) und dem Gouverne-
ment Transbaikalien (Nertschinsk) jüngere devonische Schichten bekannt
geworden. Auf oberes Mitteldevon deuten hin: Spirifer Chechiel (verwandt mit
Sp. speciosus) Spirifer (Ambococlia) inflatus, Sp. undifer, Strophalesia productoides,
Athyris concentrica, Aulopera repens; wesentlich höheren »oberdevonischen«, besser
als Untercarbon zu bezeichnenden Schichten entstammt Orthotetes crenistria. Für
Ostsibirien dürfte somit ebenso, wie für die grosse von West nach Ost ziehende
Zone eine Transgression wahrscheinlich sein.
Eine wichtige Erweiterung unserer Kenntniss des höheren Devon im Altai-
gebiet bilden die neueren Forschungen von Krasnopolski, Wenjukow, Jaczewski
und H. v. Peetz, über welche der letztere in Ann. géologique de la Russie III,
9, 1899 übersichtlich referirt hat. Auch hier ist — wie überall in Asien — oberes
Mitteldevon und Oberdevon am weitesten verbreitet:
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