国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0065 |
China : vol.5 |
| 中国 : vol.5 |
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47
In Bezug auf Grössenverhältnisse erinnert die in Frage stehende Varietät
vollkommen an die weitverbreitete obersilurische Art Favosites gotlandicus L.¹)
Doch besitzt diese, wie Exemplare von Gotland und Michigan übereinstimmend
erkennen lassen, 12 regelmässig angeordnete Reihen von Septaldornen, während
bei der devonischen Art die Septaldornen (nicht die Poren) ganz regellos vertheilt
sind. Auch die vorliegenden Stücke lassen dies Merkmal erkennen.
Fav. Goldfussi verbreitet sich nicht über die obere Grenze des Mitteldevon
hinaus, ist also als Leitfossil werthvoll. Somit gewährt die Uebereinstimmung
mit dem westfälischen Exemplar einen Hinweis darauf, dass die westchinesischen
Kalke (z. Th.) als oberes Mitteldevon zu bezeichnen sind.
Favosites asteriscus Frech.
Taf. 9 Fig. 2a—c.
— — l. c. Taf. VIII, Fig. 3—3c., p. 232.
An dem Fundorte Hwa-ling-pu, finden sich wie es scheint nicht selten, in
einem mergeligen Kalk grosse knollenförmige Favositen, die bei oberflächlicher Be-
trachtung mit der kleinzelligen Varietät von Favosites Goldfussi²) übereinstimmen
scheinen. Doch zeigt die Betrachtung jedes Dünnschliffes — es wurden zur
Controle verschiedene Präparate angefertigt — dass an den Kreuzungsstellen der
polygonalen Zellenwände sternförmige Verdickungen ausgebildet sind. Meist treten
fünfstrahlige, seltener vierstrahlige gleichmässige Sternchen (ἀστέρισκος) hervor, wie Fig. 2b mit
grosser Deutlichkeit zeigt. Wo drei Kammerwände an einander grenzen, entsteht
niemals eine Verdickung. Hieraus und aus dem gleichmässigen Auftreten des
Merkmals in allen Theilen des Korallenstockes ergibt sich, dass die Verdickung
nicht mit der ungeschlechtlichen Vermehrung zusammenhängt, sondern ein speci-
fisches Merkmal des Kalkgerüstes ist. Auf der Oberfläche des Korallenstockes
prägt sich die sternförmige Verdickung in der rundlichen Begrenzung der Zellen
aus, die aber Nichts mit der gleichmässigen Verdickung bei der polyphyletischen
»Gattung« Pachypora aut. (non Lindström) zu thun hat.
Die Böden sind stets unregelmässig, zuweilen unvollständig und erinnern
somit nicht an Favosites Goldfussi, sondern an Emmonsia, bei der die Unregel-
mässigkeit jedoch grösser ist. Da zudem die generische Selbständigkeit von
Emmonsia von Nicholson mit Recht bezweifelt wird, liegt keine Veranlassung
vor, die vorliegende Art mit diesem Namen zu bezeichnen. Andererseits fehlt
bei Emmonsia hemispharica die bezeichnende sternförmige Verdickung, die man
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