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0094 China : vol.5
中国 : vol.5
China : vol.5 / 94 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

*Spirifer bisulcatus* Sow.
Taf. 11, Fig. 2a—e.

1825 *Spirifer bisulcatus* Sow., *Mineral Conchology*, V. t. 494, f. 1, 2.
*Spirifer bisulcatus* Davidson, *Monog. Brit. Carl. Brach.* t. 6, f. 31.
1900 *Spirifer bisulcatus* Scupin, *Spiriferen Deutschlands*, p. 111, t. 10, f. 6.
1906 *Spirifer bisulcatus* Frech, *das marine Carbon in Ungarn*, S. 5, t. 7, f. 5.

Die stärkere Wölbung und der mehr gerundete Umriss, dessen grösste Aus-
dehnung dem Schlossrande entspricht, würden eine Unterscheidung von *Spirifer
triagonalis* kaum ermöglichen. Doch zeigen die Rippen und zwar besonders die-
jenigen auf Sinus und Sattel eine deutliche Neigung zur Theilung; man zählt
daher meist 3 Doppelrippen. Die Verdickung der Schnabelgegend ist bedeutend,
die Länge der Zahnstützen dementsprechend wenig erheblich, ihre Ausbildung
jedoch kräftig (Fig. 2c). Das abgebildete Präparat der Zahnstützen stellt ein
Exemplar von ungewöhnlicher Grösse dar. Die Zahnstützen sind an ihrer freien
Innenseite gezähnelt, die Innenseite der Schale ist unregelmässig wellenförmig
verdickt.

Die Art ist im oberen Untercarbon durch die ganze Nordhemisphäre
von Nordamerika und China (Po-shan, Shantung und Héi-shan — hier besonders
häufig —) bis Asturien verbreitet. In England, Frankreich, in den Vogesen,
am Niederrhein (Ratingen, Cornelimünster), im Fichtelgebirge, bei Bleiberg
in Kärnten, in Schlesien (Hausdorf, Silberberg) und in Russland ist die Art
überall häufig; das häufigere Vorkommen in China entspricht demnach der all-
gemeinen Verbreitung.

*Spirifer duplicicosta*, Phill.
Taf. 11, Fig. 1a—c.

— — Phillips, *Geology of Yorkshire*, II, p. 218, t. 10, f. 1.
— — Davidson, *Monog. of the British Carboniferous Brachiopoda*, t. 3, f. 1—10.
— — L. G. de Koninck, *Annales du Mus. d'histoire naturelle de Belgique*, XIV. t. 30, f. 1—7.
— — Scupin, *Spiriferen Deutschlands*, p. 112, t. 10, f. 7.

Die gerundeten oder stumpfwinkelig abgesetzten Schlosskanten kennzeichnen
die Art ebenso, wie die vielgetheilten und daher überaus feinen Rippen. Jedenfalls
ist die Unterscheidung von dem zunächst verwandten *Sp. bisulcatus* (mit deutlicher
Berippung des Steinkernes) nicht schwierig. Die Verdickung der Schale in der
Schlossregion ist dieselbe wie bei *Sp. bisulcatus*.

Die ausschliesslich untercarbonische Form besitzt eine ähnliche Verbreitung
wie *Sp. bisulcatus*; man kennt sie aus England, Belgien (Horizont von Visé),
dem Niederrhein (Ratingen), Schlesien (Neudorf bei Silberberg)¹) und Nord-
Ungarn. In besonderer Häufigkeit und Menge bestimmte ich sie in dem durch
F. v. Richthofen von Po-shan und Héi-shan mitgebrachten Material.