National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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dieser minimalen Differenz die chinesische Form mit der armenischen zu identifi-
ciren. Ueber das Vorkommen s. unten.
Die beiden anderen von E. Kayser als Sp. lineatus im Text, als Sp. ellip-
ticus auf dem Etikett bezeichneten Exemplare (T. 22 f. 7, 8) gehören zu dem
Subgenus Martinia.
SUBGENUS MARTINIA.
Spirifer (Martinia) semiplanus Waag.
Taf. 16, Fig. 9—11b.
= Spirifer ellipticus (lineatus var.) Kayser non Phill. IV t. XXII f. 10 cet. excl.
Die vorher besprochenen Reticularien sind sowohl unter sich, wie mit Sp.
lineatus bezw. ellipticus s. str. (non Kayser) nahe verwandt. Die Mehrzahl (11) der
vorliegenden von E. Kayser als Sp. ellipticus bezeichneten Stücke gehört jedoch
zu Martinia, d. h. zu einer verschiedenen als Untergattung oder als Gattung auf-
gefassten Gruppe. Die Sculptur von Reticularia und Martinia ist durchaus
verschieden. Bei Reticularia verhältnissmässig weit entfernte Anwachsstreifen,
die quer gezähnt sind, während die Zwischenräume glatt erscheinen (Taf. 28 Fig. 2c),
bei Martinia dicht gedrängte, sehr feine Anwachsstreifen und ebenso feine radiale
Strahlen, die jene kreuzen aber keine Zähnelung der Anwachsstreifen bedingen
(Taf. 16 Fig. 11b).
Abbildungen und Originalexemplare von Sp. (Martinia) semiplanus aus der
Salt Range Fig. 10 unterscheiden sich in Nichts von den chinesischen Exemplaren
(Fig. 9, 11).
Sowohl in China wie in Pandschab sind nur vereinzelte Arten von Martinia
bisher nachgewiesen worden. Dagegen finden sich am Fiume Sosio zahlreiche
Species und Varietäten, die durch Uebergänge verbunden sind. Somit ist die
formenreiche Entwickelung der Martiniengruppe in Sicilien erfolgt und von hier
wanderten wahrscheinlich vereinzelte Formen nach Osten in das Meer des Productus-
kalkes und in die paralischen Regionen von Südchina aus.
Die Lo-ping-Stücke stimmen durchaus überein mit einem aus Warcha
stammenden Exemplar der Martinia semiplana Waagen.¹) Sinus und Wulst,
die gleichmässig eingesenkte Stirnwand, endlich die Schnabelregion stimmen
vollkommen — trotz der Grössenunterschiedes — überein (Taf. 10, Fig. 10a—c).
Auch am Fiume Sosio in Sicilien finden sich zwei »Arten« Martinia triquetra
Gemm.²), eine grössere und Martinia Ceres Gemm., eine kleinere Form, die von
Martinia semiplana kaum unterscheidbar sind. Insbesondere lassen zwei vor-
liegende Stücke von Mart. triquetra nur ganz geringfügige Unterschiede, einen
etwas tiefer eingesenkten Sinus und einen etwas schlankeren spitzeren Schnabel,
erkennen. Ebensowenig lässt sich Mart. Ceres als selbstständige Art festhalten.
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