National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Form der Schale und Anwachsrippen unregelmässig;
Schnabel gebogen;
Schalenbreite bedeutend.
Auch diese bei Djulfa sehr häufige Form ist bei Lo-ping vertreten, allerdings
macht die gänzlich abweichende Erhaltung die Wiedererkennung schwierig. Doch
lässt das unregelmässige Wachsthum und die immerhin leidlich erhaltene Sculptur
des kleinen Exemplars eine vollkommene Uebereinstimmung mit den Exemplaren
von Djulfa erkennen. Orthothetes politus Fliegel von Padang steht der Art
nahe, besitzt aber eine wesentlich höhere Area.
Von Lo-ping liegen zwei Exemplare der Stielklappe vor; rechnet man ferner
Streptorhynchus Kayseri Schellwien hierher¹), so stellen diese beiden Exemplare
die Brachialklappen zu den Stielklappen dar.
Für die Zusammengehörigkeit der unter verschiedenen Namen beschriebenen
Schalenhälften spricht u. a. auch die Gesteinsbeschaffenheit: Die grosse Mehrzahl
der Lo-pinger Fossilien stammt aus kalkigen Schiefern, eine sehr geringe Zahl
aus festem eisenschüssigen, rotbraun verwitterndem Kalk, und in diesem letzteren
Gestein sind sowohl die Brachial- wie die Stielklappen von Orth. eusarkos erhalten.
Zu Orthothetes eusarkos gehört demnach:
1. ? Streptorhynchus Kayseri Schellwien.
2. Strept. crenistria senilis Kays. non Phill. Bd. IV, T. 23, f. 2, 3, cet. excl.
Durch bedeutendere Grösse und sehr feine Berippung ferner durch kräftige
Wölbung und gebogenen Schnabel der Brachialklappe unterscheidet sich die be-
sprochene Abbildung sowie ein zweites Exemplar von Strept. pelargonatus. Eine
Trennung von dieser Art, wie sie Schellwien (l. c.) vorschlug, ist also noth-
wendig. Doch erscheint es mir nach eingehender Vergleichung viel wahrschein-
licher, dass die beiden vorliegenden isolirten Brachialklappen von Lo-ping zu
Orthothetes eusarkos von Djulfa gehören; die Form (starke Wölbung und
deutlicher Schnabel) sowie die Sculptur der mir vorliegenden armenischen Stein-
kerne ist genau dieselbe wie die von Streptorhynchus Kayseri Schellwien.
Ich lasse das Kayser'sche Originalexemplar von Taf. 23, f. 3, dessen Umriss
sehr ungenau wiedergegeben war, noch einmal abbilden und stelle eine nah
verwandte Art daneben. Uebrigens zeigen schon die alten 1878 veröffentlichten
Abbildungen Abich's (Strept. crenistria eusarkos, Abich, Djulfa t. 6, f. 4) grosse
Uebereinstimmung mit dem vorliegenden Lo-pinger Stück.
5. Orthothetes ruber Frech (s. u.) von Lo-ping
entspricht der Abb. 6 bei Schellwien (l. c. t. 1) und kommt in besseren Exem-
plaren an andern Fundorten vor (Taf. 26 Fig. 4).
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